Heute hat es geregnet. So wie gestern. Und es wird höchstwahrscheinlich auch morgen und übermorgen und den Tag danach regnen.
Man macht man in dieser Situation?? Süßigkeiten essen, genau. Und zwar viel davon.
Irgendwann heute gegen 13Uhr musste ich dann einsehen, dass selbst mit viel Lachgummi und Schokolade der Sommer nicht nochmal zurück kommen würde.
Ich entschloss mit dann, bevor mir die Decke auf den Kopf fällt, mein Kämmerchen zu verlassen, um mal
die Verbindungen zu meiner neuen Schule auszutesten.
Also ab gehts: Regenschirm, Buch und 9Uhr-Ticket parat, rein in die Schlacht der öffentlichen Verkehrsmittel.
Ich muss sagen, ich habe keinen sehr guten Orientierungssinn. Er ist eher schlechter als besser und trotzdem
fand ich mich erstaunlich gut zurecht. Und warum? Weil ungefäht die Hälfte aller Busse in die gleiche Richtung fahren. Sechs Buslinien fahren so ziemlich direkt vor der Haustür, alle mit der gleichen Enthaltestelle. Da kann selbst ich nicht viel falsch machen. Ab in den ersten Bus, einmal umsteigen, ab in den zweiten Bus, einmal umsteigen, ab in die U-bahn, Ankunft.
Ich finde, so ne U-bahn ist was tolles. Stadtbusse kenn ich ja, aber ne U-bahn??? Die schreit Großstadt, die sagt ´hey, ich weiß wo's lang geht´.
Am Gänsemarkt wusste ich es dann leider nicht mehr und bewegte mich deshalb mal grob in Richtung Alster.
Zwischen Tom Tailor, Rolex und diversen Juwelieren, war ich dann doch sehr erleichtert einen H&M zu finden und als ich dann in der Kunstabteilung von Thalia (Bücherladen) stand, fühlte ich mich schon fast ein bischen zu Hause. Nachdem ich mich von den Fotobänden losgerissen hatte, machte ich noch einen Abstecher ins Europahaus und gesellte mich dann zu den anderen coolen Kids an Alsterufer.
Da konnte ich der extrem interessante Diskussion über Converse-Etuits lauschen, die von ein paar sehr hippen Mädels neben mir geführt wurde ("Gab's nur noch so grün, maaaaan! Hatte ich noch nie gesehen und wollte ich auch nicht, aber maaaaan, ich hab's halt gekauft.") und mir ansehen wie sie versuchten den armen Schwan zu bespucken und sich dabei selbst vollsauten.
Ziemlich schnell erfreute uns dann der nächste Wolkenbruch und ich marschierte zielstrebig auf die nächste U-bahnstation zu. Leider gab es da keine sechs Linien, die alle in die gleiche Richtung fuhren und so musste ich auf der Rückfahrt doch zwei mal mehr den Bus wechseln.
Bevor ich im Trockenen ankam, holte ich mir noch schnell beim Bäcker zwei Brötchen und lernte gleich, dass es wohl einen Unterschied macht, ob man Oma- oder Opa-Brötchen kauft. Preislich nicht, aber ich hab Oma genommen. Meinen Opa würde ich nicht an den Ofen lassen.
Ein weiterer, unglaublich ereigenisreicher Tag geht zu Ende.
Am Donnerstag gibt's auf jeden Fall mehr zu erzählen und morgen ist ja auch noch ein Tag.
Liebe Grüße und hoffentlich ist das Wetter besser, dort wo immer ihr auch seid,
Katrin
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