Langsam, gaaanz langsam pendelt sich hier in Hamburg der Alltag ein. Nicht, dass es irgendwie langweilige werden würde, aber man gewöhnt sich allmählich an die langen Tage. Die Kondition wird auf jeden Fall besser.
Leider macht im Moment das Immunsystem bei einigen Leuten hier schlapp, so dass viele Kurse oft unterbesetzt sind und Halsschmerztabletten gelutscht werden wie Bonbons.
Ich halte trotzdem tapfer durch, auch wenn ich nach unserer Weinverköstigung gestern nicht allzu viel Schlaf bekommen hab. Da ich nicht unbedingt den Wunsch verspürte, auf einer Parkbank oder in der Ubahnstation zu schlafen, habe ich bei S. geschlafen und musste dann leider heute morgen wieder um 8Uhr raus, damit ich noch nach Hause und meine Sachen packen konnte.
Bis zu diesem Zeitpunk grade, hat mir der Schlafmangel heute zum Glück keine Probleme gemacht, denn insgesamt hatte ich einen super Tag.
Es ging mit sechs Mann weniger in Sprechtechnik los. Da lernt man ja immer wieder neue Kuriositäten über die deutsche Sprache, wie zum Beispiel, dass die Distel wirklich mit kurzem i ausgesprochen wird.
Also nicht (Lautschrift-mäßig) Diestel, sonder Disstel. Auch Rephuhn und Mystik sprechen wir alle falsch aus, DU also bestimmt auch.
Ballett fand ich heute sehr gut. Man konnte richtig die Entwicklung spüren und bei der Geschenkeübung uns bestimmt die Freude über den Weihnachtsmann direkt ansehen. Auch unsere schwerste Übung hat heute zur Abwechslung mal ordentlich funktioniert.
Unser Kurs wurde durch einen Absolventen ergänzt, der schon an der Staatsoper getanzt hat, welcher aber trotzdem unseren einfachen Walzerschritt nur mit Mühe lernte. Einen gestandenen Tänzer ein kleines bisschen irritiert herumtippeln zu sehen, ist schon extrem witzig.
In Liedinterpretation ging es heute hoch her, eine reinste Gefühlsachterbahn.
Es fing alles lustig an, mit "Puttin' on the Ritz". Da wurde geschnippst, gezickt und die perfekte Stellung gesucht. Danach wurde es allerdings ziemlich dramatisch.
Ich führe das jetzt nicht weiter aus, weil man in diesem Fach wirklich sein inneres Gefühlschaos vor allen entwirren muss und ich das nicht im Internet schreiben möchte.
Lasst mich soviel sagen: Wir haben heute alle viel gelacht, nachgedacht, ein bisschen geweint und besonders viel gelernt. So sollte ein guter Schultag sein.
Hoffentlich seid ihr, in der Mitte der Woche, fit und habt noch einen schönen Abend.
Liebe Grüße,
Katrin
Mittwoch, 31. August 2011
Dienstag, 30. August 2011
Kurz und we(i)nig
Kurzausgabe heute abend. Ich bin grad erst um 8Uhr nach Hause gekommen und fahr gleich weiter, hier die Zusammenfassung.
Methodik war heute wieder super. Da wurde wir erstmal alle schön aufgeweckt und durften dann eine Abwandlung von "Mord im Dunkeln" spielen, wobei lautstarkes Ableben gewünscht war.
Kopf ab, Herzstillstand, Messer in den Bauch oder Ersticken. Lass deiner Fantasie freien lauf.
In Jazz wurden wir wiedermal bis an unsere Grenzen gebracht und durften danach gleich in Pilates weiter machen. Die Dusche danach war ein absolutes Muss, um deine Mitmenschen nicht extrem zu belästigen.
Danach hatte ich erstmal Pause und schaute erstmal bei dem 3.Jahr im Jazz zu. Die wurden genauso ausgepowert wir und mussten sogar noch länger durchhalten.
Kurz zum Einzelgesang, der wieder total gut war und kam Olli.
Der gute Olli machte in Musiktheorie Vertretung. Auf unsere Fragen hatte er wirklich imposante Antworten, nur leider kapierten wir davon nicht, aber wenigstens war's lustig.
Gleich geht's also ab zu einem Gläschen Wein und ich hoffe ihr bleibt die Woche dran. Ich verspreche wieder ausführlichere Berichte.
Alles Liebe,
Katrin
Methodik war heute wieder super. Da wurde wir erstmal alle schön aufgeweckt und durften dann eine Abwandlung von "Mord im Dunkeln" spielen, wobei lautstarkes Ableben gewünscht war.
Kopf ab, Herzstillstand, Messer in den Bauch oder Ersticken. Lass deiner Fantasie freien lauf.
In Jazz wurden wir wiedermal bis an unsere Grenzen gebracht und durften danach gleich in Pilates weiter machen. Die Dusche danach war ein absolutes Muss, um deine Mitmenschen nicht extrem zu belästigen.
Danach hatte ich erstmal Pause und schaute erstmal bei dem 3.Jahr im Jazz zu. Die wurden genauso ausgepowert wir und mussten sogar noch länger durchhalten.
Kurz zum Einzelgesang, der wieder total gut war und kam Olli.
Der gute Olli machte in Musiktheorie Vertretung. Auf unsere Fragen hatte er wirklich imposante Antworten, nur leider kapierten wir davon nicht, aber wenigstens war's lustig.
Gleich geht's also ab zu einem Gläschen Wein und ich hoffe ihr bleibt die Woche dran. Ich verspreche wieder ausführlichere Berichte.
Alles Liebe,
Katrin
Montag, 29. August 2011
Immer wieder Nudeln
Das Wochende war wieder relativ unspektakulär, da ich nochmal nach Hause gefahren bin, um mich dort schön bekochen zu lassen. Es ist ja immer noch etwas cooler bekocht zu werden, als sich immer Nudeln zu machen.
Der Weg dahin war allerdings etwas beschwerlich.
Freitag wollte ich wieder mit einer Fahrgemeinschaft nach Hildesheim gurken, allerdings verwechselte ich den Bus und konnte auch partout die Bushaltestelle nicht finden. Die Fahrerin war nicht im Stande 5 Minuten auf mich zu warten und so kam es, dass ich mit der Bahn fahren musste. Yiipie yay yeah, Schweinebacke!
Nachdem ich mich bei dieser miesen Schwüle zum Bahnsteig gekämpft hatte, wurde alles nur noch besser.
"Der Metronom nach Uelzen verspätet sich auf unbestimmte Zeit. Grund dafür ist ein Blitzeinschlag."
Die deutsche Bahn kann so grausam sein. 40min später ging es dann also erstmal nach Harburg, dann nach Uelzen und dort wurden unsere Nerven auch nochmal 45min auf die Probe gestellt, bis ich dann endlich in Hannover ankam. Dort holten mich dann meine lieben Eltern ab, einen Zug mehr hätte ich auch nicht verkraftet.
Samstag wurden das erstmal lebensnotwendige Dinge gekauft, wie ein Toaster.
Versucht mal ohne Toaster zu leben, das ist mega nervig.
Außerdem wurden noch Socken und ein Notenheft gesponstert, da kommt Freude auf.
Abends ging es dann auf eine Abschiedsfeier (alles Gute und pass auf dich auf Jo!) und Sonntag konnte ich dann schön ausschlafen.
Heute war ein ziemlich normaler, guter Schultag, allerdings darf ich den ersten Gast in meinen vier Wänden begrüßen. Lisa ist auf einen Kurzbesuch hier und ich durfte für sie heute kochen.
Was es zu Essen gab, könnt ihr euch vermutlich denken :)
Morgen wird wieder ein lange, aber toller Tag und ich hoffe euch geht's allen gut.
Liebe Grüße,
Katrin
Donnerstag, 25. August 2011
3 in 1
Hallo ich bin wieder da. Die letzten paar Tage war ich einfach zu fertig um zu schreiben, da ich mir einen netten Schnupfen eingefangen hab. F*ck!!! :D
Jetzt ist er aber schon fast weg und es wieder ordentlich gebloggt.
Dienstag hatte ich ja meinen Hammertag, an dem ich 13Std. unterwegs war. Es war auch der erste Dienstag, an dem wir komplett Unterricht hatten und der hat es wirklich in sich.
Methodik am morgen war erstmal ok, da wird man wach und macht immer nette Lockerungübungen.
Allerdings wurde wir danach schon wieder in Jazz getriezt bis zum geht nicht mehr und erkannte die nützlichen Funktion des Handtuchs.
Stellt euch einfach 1,5Std. durchpowern vor, non-stop. Und dann stellt euch vor, ihr habt 15min, um euch an zuziehen, das Gebäude zu wechseln, um zuziehen, zu trinken und zu atmen. Denn, da wir ja noch nicht genug hatten, gabs Pilates direkt im Anschluss.
Wir waren schon nach 20 Minuten so kaputt, dass das atmen und die einfachsten Übungen schwer fielen.
Die Dozentin gönnte uns dann die Mittagspause etwas früher, mit den Worten: "Ihr seht einfach so fertig aus!"
Dankeschön, wie kommts?
Ich hatte nach einer verdienten Dusche und Pause, meinen ersten Stunde (30min) Einzelgesang, bei der gleichen Dozentin, die mit Klobürsten und Kotze arbeitet.
Mir hat es aber total Spaß gemacht und merkte sofort, dass wir ein gutes Team sind. Und ich muss auch gestehen, dass ich mich einfach megamäßig gefreut habe, als sie gesagt, dass ich gutes Material habe und schon vieles automatisch richtig mache :)
Nach noch zwei, nicht ganz so langen, Stunden Musiktheorie, konnte ich dann endlich nach Hause und fühlte mich dabei gar nicht so erledigt, wie ich erwartet hatte. Man muss eben "nur" seinen Schweinehund überwinden.
Gestern war ein ziemlich normaler Tag, ohne besondere Ereignisse oder Pannen. Allerdings wurde in Sprechtechnik unsere Welt ein bisschen auf den Kopf gestellt (Reim!), denn richtig, wichtig, cremig und co., werden tatsächlich mit ein ch am Ende ausgesprochen. Antonia konnte es gar nicht fassen, dass auch wenigstens mit ch ausgesprochen wird. Dass die Buben prächtig sprießen, konnte uns dann nicht mehr schocken.
Heute gabs wieder Schauspiel zum Frühstück (dass heute für mich ausfallen musste) und wurden erstmal ordentlich durchgeschüttelt. Massieren, klopfen, atmen, brummen. Danach ist man entspannt bis in die Fingerspitzen.
Und dann Jazz! Ich hatte gesagt, dass Dienstag hart war. Heute war das ganze noch krasser, da wir in einen kleineren Raum gesteckt wurden, mit geschlossenen Fenstern und keiner Lüftung.
Uns lief der Schweiß wirklich überall runter, der Spiegel beschlug, es war echt nicht mehr schön
Nach der Dusche füllten wir uns aber alle wieder richtig gut, wie gesagt, der Schweinehund. Den überwindet man bei Sonja's Training immer wieder, auch wenn man zwischendurch fast stirbt.
Zum Abschluss hatten wir noch Repertoire, in dem ich mich eine bisschen mit meiner Version von "Love me tender" blamierte, aber zum Fehler machen sind wir ja da, rede ich mir ein.
Heute abend geht es nochmal zum Latin Jazz und morgen nach Chor wieder nach Hause.
Ich freu mich schon auf das gute Essen und die Waschmaschine, euch einen schönen Abend.
Alles Liebe,
Katrin
Jetzt ist er aber schon fast weg und es wieder ordentlich gebloggt.
Dienstag hatte ich ja meinen Hammertag, an dem ich 13Std. unterwegs war. Es war auch der erste Dienstag, an dem wir komplett Unterricht hatten und der hat es wirklich in sich.
Methodik am morgen war erstmal ok, da wird man wach und macht immer nette Lockerungübungen.
Allerdings wurde wir danach schon wieder in Jazz getriezt bis zum geht nicht mehr und erkannte die nützlichen Funktion des Handtuchs.
Stellt euch einfach 1,5Std. durchpowern vor, non-stop. Und dann stellt euch vor, ihr habt 15min, um euch an zuziehen, das Gebäude zu wechseln, um zuziehen, zu trinken und zu atmen. Denn, da wir ja noch nicht genug hatten, gabs Pilates direkt im Anschluss.
Wir waren schon nach 20 Minuten so kaputt, dass das atmen und die einfachsten Übungen schwer fielen.
Die Dozentin gönnte uns dann die Mittagspause etwas früher, mit den Worten: "Ihr seht einfach so fertig aus!"
Dankeschön, wie kommts?
Ich hatte nach einer verdienten Dusche und Pause, meinen ersten Stunde (30min) Einzelgesang, bei der gleichen Dozentin, die mit Klobürsten und Kotze arbeitet.
Mir hat es aber total Spaß gemacht und merkte sofort, dass wir ein gutes Team sind. Und ich muss auch gestehen, dass ich mich einfach megamäßig gefreut habe, als sie gesagt, dass ich gutes Material habe und schon vieles automatisch richtig mache :)
Nach noch zwei, nicht ganz so langen, Stunden Musiktheorie, konnte ich dann endlich nach Hause und fühlte mich dabei gar nicht so erledigt, wie ich erwartet hatte. Man muss eben "nur" seinen Schweinehund überwinden.
Gestern war ein ziemlich normaler Tag, ohne besondere Ereignisse oder Pannen. Allerdings wurde in Sprechtechnik unsere Welt ein bisschen auf den Kopf gestellt (Reim!), denn richtig, wichtig, cremig und co., werden tatsächlich mit ein ch am Ende ausgesprochen. Antonia konnte es gar nicht fassen, dass auch wenigstens mit ch ausgesprochen wird. Dass die Buben prächtig sprießen, konnte uns dann nicht mehr schocken.
Heute gabs wieder Schauspiel zum Frühstück (dass heute für mich ausfallen musste) und wurden erstmal ordentlich durchgeschüttelt. Massieren, klopfen, atmen, brummen. Danach ist man entspannt bis in die Fingerspitzen.
Und dann Jazz! Ich hatte gesagt, dass Dienstag hart war. Heute war das ganze noch krasser, da wir in einen kleineren Raum gesteckt wurden, mit geschlossenen Fenstern und keiner Lüftung.
Uns lief der Schweiß wirklich überall runter, der Spiegel beschlug, es war echt nicht mehr schön
Nach der Dusche füllten wir uns aber alle wieder richtig gut, wie gesagt, der Schweinehund. Den überwindet man bei Sonja's Training immer wieder, auch wenn man zwischendurch fast stirbt.
Zum Abschluss hatten wir noch Repertoire, in dem ich mich eine bisschen mit meiner Version von "Love me tender" blamierte, aber zum Fehler machen sind wir ja da, rede ich mir ein.
Heute abend geht es nochmal zum Latin Jazz und morgen nach Chor wieder nach Hause.
Ich freu mich schon auf das gute Essen und die Waschmaschine, euch einen schönen Abend.
Alles Liebe,
Katrin
Montag, 22. August 2011
Die Birne im Schwimmbad, die Klobürste im Mund, schwitzen und kotzen, beim Steppen gehts rund!
Oh ja, der Titel sagt es schon. Wir machen uns richtig zum Affen und nennen es Unterricht.
Heute gabs einiges zu lachen und zu belächeln, trotzdem ist der Lerneffekt immer spürbar.
Angefangen hat das ganze heute morgen mit Sprechtechnik. Da wurden erstmal alle möglichen und unmöglichen Worte durchgesprochen, und damit meine ich durchgesprochen.
Denn es gibt viele Variationen für Badewanne, Tisch, Vater und Rochen. Da wurde gehechelt, das R gerrrrollt und am Ende konnten wir nur noch Sätze wie: "Erinnerst du dich an die Birne im Schwimmbad? Achtung, der Rochen lacht je länger je lieber", richtig aussprechen. Am Boden wurden wir dann mit Übungen erfreut, die eher an Schwangerschaftsgymnastik erinnerten, allerdings gehen wir auch stark davon aus, dass unsere Dozentin schwanger ist.
Raumwechsel: Ballett. Uns ist zu Ohren gekommen, dass dieses Jahr wohl alle Tänzer unglaublich schlecht sein sollen und eigentlich niemand auf dem A-Level ist. Suuuuuper, Dankschön!
Trotzdem gings voller Elan an die Stange, am Ende der Stunden waren dann alle wieder platt.
Ich hatte bis zum nächsten Unterricht drei Stunden Pause und nutzte die, um kurz nach Hause zu fahren um die Steppschuhe und neue Energie einzusammeln.
Um 17Uhr gings dann aber erst noch zur Gesangsetechnik, eine sehr wichtiges und amüsantes Fach, will ich meinen. Die Lehrerin ist auch gleichzeitig meine Dozentin für Einzelgesang und kam mir sehr kompetent und freundlich vor. Allerdings hatte ich etwas Schwierigkeiten mit den Bildern die sie uns vermittelte.
"Also die Mundstellung ist eigentlich wie beim Kotzen!" "Stellt euch vor ihr hab eine Klobürste im Mund."
"So würde man aus einem Fass trinken." Es sollte sich anfühlen, als würdet ihr eine Tampon rauspressen."
Ääääähhhhmmmm, ok. Gut. Vielleicht beim nächsten Mal.
Zack zack, ab zum Steppen bei Markus. Der gute Mann wollte uns schon fast nicht mehr in den Unterricht lassen, weil wir eine Minuten zu spät waren, da wir bis 18uhr Unterricht hatten und seiner pünktlich beginnt. Wir hatten noch Glück, eine arme Mitschülerin musste vor der Tür stehen bleiben.
Klipp und klar wurden erstmal die Spielregeln geklärt. "Sport-BH's bitte für alle, die einen brauchen. Ich hab keine Lust auf Schiffsschaukeln." Beim Fehlen gilt das allbewärte selbstständige Nachholen, aber keine Sorge, falls unser Kind mit 40Grad Fieber im Krankhaus liegt, dürfen wir das Handy anlassen.
Nichts desto trotz, hat Steppen total viel Spaß gemacht und die Stunde kam mir viel zu kurz vor.
Morgen gibts einen Selbstmord-Tag, an dem ich 13Stunden unterwegs bin und hoffentlich am Ende noch irgendwie lebe.
Hoffentlich gehts euch allen gut und liebe Grüße,
Katrin
Heute gabs einiges zu lachen und zu belächeln, trotzdem ist der Lerneffekt immer spürbar.
Angefangen hat das ganze heute morgen mit Sprechtechnik. Da wurden erstmal alle möglichen und unmöglichen Worte durchgesprochen, und damit meine ich durchgesprochen.
Denn es gibt viele Variationen für Badewanne, Tisch, Vater und Rochen. Da wurde gehechelt, das R gerrrrollt und am Ende konnten wir nur noch Sätze wie: "Erinnerst du dich an die Birne im Schwimmbad? Achtung, der Rochen lacht je länger je lieber", richtig aussprechen. Am Boden wurden wir dann mit Übungen erfreut, die eher an Schwangerschaftsgymnastik erinnerten, allerdings gehen wir auch stark davon aus, dass unsere Dozentin schwanger ist.
Raumwechsel: Ballett. Uns ist zu Ohren gekommen, dass dieses Jahr wohl alle Tänzer unglaublich schlecht sein sollen und eigentlich niemand auf dem A-Level ist. Suuuuuper, Dankschön!
Trotzdem gings voller Elan an die Stange, am Ende der Stunden waren dann alle wieder platt.
Ich hatte bis zum nächsten Unterricht drei Stunden Pause und nutzte die, um kurz nach Hause zu fahren um die Steppschuhe und neue Energie einzusammeln.
Um 17Uhr gings dann aber erst noch zur Gesangsetechnik, eine sehr wichtiges und amüsantes Fach, will ich meinen. Die Lehrerin ist auch gleichzeitig meine Dozentin für Einzelgesang und kam mir sehr kompetent und freundlich vor. Allerdings hatte ich etwas Schwierigkeiten mit den Bildern die sie uns vermittelte.
"Also die Mundstellung ist eigentlich wie beim Kotzen!" "Stellt euch vor ihr hab eine Klobürste im Mund."
"So würde man aus einem Fass trinken." Es sollte sich anfühlen, als würdet ihr eine Tampon rauspressen."
Ääääähhhhmmmm, ok. Gut. Vielleicht beim nächsten Mal.
Zack zack, ab zum Steppen bei Markus. Der gute Mann wollte uns schon fast nicht mehr in den Unterricht lassen, weil wir eine Minuten zu spät waren, da wir bis 18uhr Unterricht hatten und seiner pünktlich beginnt. Wir hatten noch Glück, eine arme Mitschülerin musste vor der Tür stehen bleiben.
Klipp und klar wurden erstmal die Spielregeln geklärt. "Sport-BH's bitte für alle, die einen brauchen. Ich hab keine Lust auf Schiffsschaukeln." Beim Fehlen gilt das allbewärte selbstständige Nachholen, aber keine Sorge, falls unser Kind mit 40Grad Fieber im Krankhaus liegt, dürfen wir das Handy anlassen.
Nichts desto trotz, hat Steppen total viel Spaß gemacht und die Stunde kam mir viel zu kurz vor.
Morgen gibts einen Selbstmord-Tag, an dem ich 13Stunden unterwegs bin und hoffentlich am Ende noch irgendwie lebe.
Hoffentlich gehts euch allen gut und liebe Grüße,
Katrin
Sonntag, 21. August 2011
Back in Town
An diesem Wochenende ging es zurück nach Hause, um meine Eltern zu überraschen.
Das musste natürlich alles Generalstabmäßig geplant und vor allem gelogen werden, das sich die Balken biegen.
Und ich sagen euch, es hat soooo viel Spaß gemacht.
Als ich schon längst bei meiner Freundin Lisa hockte, ließ ich meine Mutter am Telefon glauben. grad irgendwo in Hamburg unterwegs zu sein. "Ich weiß noch nicht wie lange wir heute machen, deshalb meld ich mich wohl morgen erst später."Das später war dann, als ich mich in den Garten schlich und,...die Überraschung war perfekt.
Ich hatte mir schon eine Woche zuvor eine Fahrgemeinschaft bei dem ADAC gesucht und hatte so mit ein paar total entspannten Leuten, für ungefährein drittel des Bahnpreises nach Hause fahren können. Mit Lisa hatte ich dann den genialen Plan für das Wochenende ausgeheckt und voilá.
Etwas später Samstagabend ging es dann noch zu einer Geburtstagsfeier, wenn man schon mal da ist :)
Bei solchen Treffen merkt man schon irgendwie, dass man älter wird.
Nicht in dem Maße, "OH Gott! Wir sind fast 30!", aber man bekommt mit was alle so machen.
Ausbildung, Studium, FSJ...und die Schulzeit kommt einem ne halbe Ewigkeit her vor.
Deshalb ist es um so schöner, solche Möglichkeiten zu nutzen, um mal auf den neusten Stand zu kommen.
Ich kann nicht behaupten, dass großartig mehr passiert wäre, außer vielleicht der Chor. Da bin ich am Freitag noch hingegangen und ich muss sagen, es ist etwas anderes als Abichor :D
Wir waren bestimmt so 80 Leute und es waren alle drei Jahrgänge vertreten. Wenn man dann mit fünf Stimmen die "Hymne an Schach" schmettert, muss man sich vielleicht auf Grund des Textes einen Lacher verkneifen, aber es hört sich unglaublich toll an.
Da werd ich nächste Woche auf jeden Fall wieder hingehen, auch wenn langsam die Stunden am Tag nicht mehr ausreichen, um Schule zu haben, zu essen, zu schlafen und noch irgendwie zu leben.
Genau so wollte ich es aber haben und ich freu mich schon total auf die nächste Woche.
Euch noch einen schönen Sonntag.
Alles liebe, Katrin
Das musste natürlich alles Generalstabmäßig geplant und vor allem gelogen werden, das sich die Balken biegen.
Und ich sagen euch, es hat soooo viel Spaß gemacht.
Als ich schon längst bei meiner Freundin Lisa hockte, ließ ich meine Mutter am Telefon glauben. grad irgendwo in Hamburg unterwegs zu sein. "Ich weiß noch nicht wie lange wir heute machen, deshalb meld ich mich wohl morgen erst später."Das später war dann, als ich mich in den Garten schlich und,...die Überraschung war perfekt.
Ich hatte mir schon eine Woche zuvor eine Fahrgemeinschaft bei dem ADAC gesucht und hatte so mit ein paar total entspannten Leuten, für ungefährein drittel des Bahnpreises nach Hause fahren können. Mit Lisa hatte ich dann den genialen Plan für das Wochenende ausgeheckt und voilá.
Etwas später Samstagabend ging es dann noch zu einer Geburtstagsfeier, wenn man schon mal da ist :)
Bei solchen Treffen merkt man schon irgendwie, dass man älter wird.
Nicht in dem Maße, "OH Gott! Wir sind fast 30!", aber man bekommt mit was alle so machen.
Ausbildung, Studium, FSJ...und die Schulzeit kommt einem ne halbe Ewigkeit her vor.
Deshalb ist es um so schöner, solche Möglichkeiten zu nutzen, um mal auf den neusten Stand zu kommen.
Ich kann nicht behaupten, dass großartig mehr passiert wäre, außer vielleicht der Chor. Da bin ich am Freitag noch hingegangen und ich muss sagen, es ist etwas anderes als Abichor :D
Wir waren bestimmt so 80 Leute und es waren alle drei Jahrgänge vertreten. Wenn man dann mit fünf Stimmen die "Hymne an Schach" schmettert, muss man sich vielleicht auf Grund des Textes einen Lacher verkneifen, aber es hört sich unglaublich toll an.
Da werd ich nächste Woche auf jeden Fall wieder hingehen, auch wenn langsam die Stunden am Tag nicht mehr ausreichen, um Schule zu haben, zu essen, zu schlafen und noch irgendwie zu leben.
Genau so wollte ich es aber haben und ich freu mich schon total auf die nächste Woche.
Euch noch einen schönen Sonntag.
Alles liebe, Katrin
Donnerstag, 18. August 2011
Mini-Nachtrag
Ich bin grade hundemüde vom dem Latin-Jazz Kurs zurück gekommen.
Mein Gott ist der Kurs geil!!!
Da kommt einfach alles zusammen was Tanzen ausmacht: Spaß, Schwitzen, Stretchen.
Der Lehrer ist total locker und unkompliziert. Er schaltet die Musik an, macht was vor, wir machen nach, fertig.
Man kann eigentlich gar nicht anders, als die ganzen Zeit zu lächeln, weil es so viel Spaß macht und ich werd auf jeden Fall wieder hin gehen.
Jetzt futtere ich grad mein Abendessen, irgendeine türkisches Spezialität. Man könnte es als Fladenbrot gefüllt mit Schafskäse und Spinat erklären, es schmeckt traumhaft, allerdings ist alles essbares grad sehr willkommen.
Nach 9Stunden in der Schule, einer Stunde zu Hause und nochmal 80min Training, bin ich echt ausgepowert, aber total happy. Leider gewittert es hier grad ordentlich und aber ich werd vermutlich, trotz der Lautstärke, gleich ins Bett fallen und mich nicht mehr bewegen :)
Mein Gott ist der Kurs geil!!!
Da kommt einfach alles zusammen was Tanzen ausmacht: Spaß, Schwitzen, Stretchen.
Der Lehrer ist total locker und unkompliziert. Er schaltet die Musik an, macht was vor, wir machen nach, fertig.
Man kann eigentlich gar nicht anders, als die ganzen Zeit zu lächeln, weil es so viel Spaß macht und ich werd auf jeden Fall wieder hin gehen.
Jetzt futtere ich grad mein Abendessen, irgendeine türkisches Spezialität. Man könnte es als Fladenbrot gefüllt mit Schafskäse und Spinat erklären, es schmeckt traumhaft, allerdings ist alles essbares grad sehr willkommen.
Nach 9Stunden in der Schule, einer Stunde zu Hause und nochmal 80min Training, bin ich echt ausgepowert, aber total happy. Leider gewittert es hier grad ordentlich und aber ich werd vermutlich, trotz der Lautstärke, gleich ins Bett fallen und mich nicht mehr bewegen :)
Sexy Panther sucht...
Wir sind bei der Mitte der Woche angekommen und das bedeutet....Action.
Aus dem Kennenlern-Status sind wir nun in alle Fächern so ziemlich raus und es geht die wirkliche Arbeit los.
Los ging es heute wieder mit Schauspielmethodik. Unsere Lehrerin hatte uns direkt in der ersten Stunde Hausaufgaben gegeben, wir sollten eine Kontaktanzeige schreibe. Egal für wen oder was, egal ob wirklich wir etwas suchen oder wir eine übertriebene Person sprechen lassen.
Bevor es zu den Anzeigen ging, gabs aber noch Übungen um unsere Sinne zu wecken oder eher um überhaupt wach zu werden. Als wir alle relativ frisch aussahen, machten wir einen kleinen Abstecher in die Tierwelt. Jeder sollte ein Tier verkörpern und sich überlegen welche drei Merkmale für das jeweilige typisch sind.
Da gab es einen Pinguin, ein Pferd, eine Schlange, einen Affen und ich hatte die geniale Idee mit dem Panther.
Danach ging es dann an die Kontaktanzeigen. Wir mussten versuchen die Merkmale unseres Tiers zu vermenschlichen und auf die Person, die die Anzeige schaltet, übertragen. Der Pinguin wurde zu einer übergewichtigen Mutter, die einen Abnehmpartner sucht, der Hund zum hyperaktiven Teenie und irgendwie wurde aus meinem Panther eine Figur, die für Telefonsex hätte arbeiten können. Und dabei war meine unschuldige Anzeige eigentlich bloß für Mitbewohner ausgerichtet, Spaß gemacht, hat es aber allemal.
Eine Stunde später, Jazz. Jaaaaazz!
Bei dem Muskelpaket Sonia, war uns schnell klar, dass schwitzen schon mit zum Aufwärmen gehört.
Hier wurde gezogen, da gestreckt, hier mehr gebeugt und dort stärker isoliert. Nach nur einer Stunde (die erste Halbestunde ging für Infos zur Arbeitsweise drauf) waren wir schon ziemlich fertig, aber sehr gut gedehnt und fühlten uns sehr athletisch. Außerdem wurde uns eröffnet, dass wir nach den Winterferien ein selbstchoreografiertes Solo tanzen müssen, yeah ha! Das wird interessant.
Die zwei Stunden Pause vor Repetory wurden dann zum essen und ausruhen genutzt, bevor es die vier Treppen hoch zum Klavierraum ging.
Repetory oder Repertoire, ist ein Fach um unseren musikalischen Horizont zu vergrößern und um die Arbeit mit dem Pianisten zu verbessern. Heute konnten alle, die Noten mithatten, ihr Können unter Beweis stellen und kassierten ordentlich Beifall von uns. Der Lehrer ist einfach der Hammer, aus Lettland und nur geboren, um Klavier zu spielen. Keines der Lieder die gesungen wurden kannte er, aber spielte mit einer Hingabe und Energie, die schier unglaublich war. So konnte er unsere Aufmerksamkeit, selbst nach 7Stunden noch auf sich ziehen und alle sangen nur noch auf dem Weg zu U-Bahn.
Ich verrückte Nudel, werde mich jetzt nach meiner Asiabox, nochmal zur Schule begeben, um den Latin Jazz Kurs mitzumachen. Die Schüler kriegen nämlich ein extra Angebot und können so noch mehr Kurse testen.
Ich werde nachher wohl komplett tot sein, aber was soll's :)
Ich hoffe ihr habt noch einen schönen Abend und alles Liebe,
Katrin
Eine Stunde später, Jazz. Jaaaaazz!
Bei dem Muskelpaket Sonia, war uns schnell klar, dass schwitzen schon mit zum Aufwärmen gehört.
Hier wurde gezogen, da gestreckt, hier mehr gebeugt und dort stärker isoliert. Nach nur einer Stunde (die erste Halbestunde ging für Infos zur Arbeitsweise drauf) waren wir schon ziemlich fertig, aber sehr gut gedehnt und fühlten uns sehr athletisch. Außerdem wurde uns eröffnet, dass wir nach den Winterferien ein selbstchoreografiertes Solo tanzen müssen, yeah ha! Das wird interessant.
Die zwei Stunden Pause vor Repetory wurden dann zum essen und ausruhen genutzt, bevor es die vier Treppen hoch zum Klavierraum ging.
Repetory oder Repertoire, ist ein Fach um unseren musikalischen Horizont zu vergrößern und um die Arbeit mit dem Pianisten zu verbessern. Heute konnten alle, die Noten mithatten, ihr Können unter Beweis stellen und kassierten ordentlich Beifall von uns. Der Lehrer ist einfach der Hammer, aus Lettland und nur geboren, um Klavier zu spielen. Keines der Lieder die gesungen wurden kannte er, aber spielte mit einer Hingabe und Energie, die schier unglaublich war. So konnte er unsere Aufmerksamkeit, selbst nach 7Stunden noch auf sich ziehen und alle sangen nur noch auf dem Weg zu U-Bahn.
Ich verrückte Nudel, werde mich jetzt nach meiner Asiabox, nochmal zur Schule begeben, um den Latin Jazz Kurs mitzumachen. Die Schüler kriegen nämlich ein extra Angebot und können so noch mehr Kurse testen.
Ich werde nachher wohl komplett tot sein, aber was soll's :)
Ich hoffe ihr habt noch einen schönen Abend und alles Liebe,
Katrin
Mittwoch, 17. August 2011
einfach kann ja jeder
Heute war also der zweite Schultag und man merkte schon, dass man hier keine großartige Schonfrist erwarten darf. Ausgeruht ging es um halb 11 zur Sprechtechnik. Hier gab es zwar die altbekannte Vorstellungsrunde, aber danach wurden erstmal die Aussprachfehler von allen Schülern analysiert. Jeder durfte ein Stück von dem Text " Der rote Tod" vorlesen, wobei niemand wirklich den Inhalt des Textes verstand, aber wirklich niemand konnte ihn richtig lesen.
Du hast Probleme mit d-t und g-k, du verschluckst Endungen, dein ch ist zu hart und du hast einen S-Fehler.
Ich spreche anscheinend zu weit hinten, was immer das heißen mag und verschlucke ganz gerne mal das Ende von einem Wort. Die Leute aus Stuttgart oder Bayern hatten natürlich noch mehr zu kämpfen, aber wir sind ja alle da um zu lernen.
Etwas aufgeregt ging es danach zum Ballett, vor dem alle etwas Bammel hatten, denn Ballett ist echt hart und kann durch den Lehrer noch ne ganze Ecke strenger werden. Streng ist auf jeden Fall der strickte Dresscode, null Schmuck und ordentlich Haare. Unsere Erscheinung und Leistungen müssen schließlich dem englischen Standart entsprechen.
Carina machte auch eine fixe Vorstellungsrunde und dann ging es ab an die Stange.
Demi pliés, Armhaltungen, Auswärtsstellung, Tendus. Selbst mit den Basics brachte sie uns schon ziemlich ins Schwitzen und überall wurde direkt korrigiert. "Wir haben einiges zu tun", oh man, der Kurs wird bestimmt kein Zuckerschlecken.
In meiner Pause machte ich einen Zwischenstopp im Ballettladen und holte noch mein Trikot und Schläppchen ab, konnte aber nicht den Steppschuhen nicht komplett entsagen und musste wenigstens mal kurz damit durch den Shop klackern.
Auf Liedinterpratation hatte ich mich schon total gefreut, allerdings wurde die Freude von der Tatsache gedämpft, dass alle vorsingen mussten. Ich, als unerfahrene Sängerin, musste meinen ganzen Mut sammeln, aber da wir ja alle im selben Boot sitzen.... Umso besser fühlte ich mich dann, als ich meine Version von "Chicitita" einigermaßen vorgetragen hatte und in ein paar lächelnde Gesichter blicken konnte. Bei den Stimmen gab es schon einige Levelunterschiede, aber wir interpretieren ja Songs und singen keine Oper.
Um 6Uhr kam ich dann nach einem langen Tag zu Hause an, musste aber noch unbedingt einkaufen. Also kurz was futtern, Jacke, ab zum Edeka. Dort füllte ich meinen Wagen mit super leckeren und gesunden Sachen (ja Mama ich esse auch Gemüse) und wurde auf dem Rückweg noch von ein paar verlorenen Russen angequatscht, die leider keine Ahnung von Busfahrplänen hatten. Versucht ihr mal drei Russen, wo denen einer angetrunken war, zu erklären, dass morgens um 5Uhr kein Bus fährt, herzlichen Glückwunsch!!!
Jetzt sitze ich im Bett, hab meine Portion Nudeln verputzt und knabber noch Gurke und Möhre, um morgen wieder fit für Methodik, Jazz und Repetory zu sein.
Habt einen schönen Abend und alles Liebe,
Katrin
Du hast Probleme mit d-t und g-k, du verschluckst Endungen, dein ch ist zu hart und du hast einen S-Fehler.
Ich spreche anscheinend zu weit hinten, was immer das heißen mag und verschlucke ganz gerne mal das Ende von einem Wort. Die Leute aus Stuttgart oder Bayern hatten natürlich noch mehr zu kämpfen, aber wir sind ja alle da um zu lernen.
Etwas aufgeregt ging es danach zum Ballett, vor dem alle etwas Bammel hatten, denn Ballett ist echt hart und kann durch den Lehrer noch ne ganze Ecke strenger werden. Streng ist auf jeden Fall der strickte Dresscode, null Schmuck und ordentlich Haare. Unsere Erscheinung und Leistungen müssen schließlich dem englischen Standart entsprechen.
Carina machte auch eine fixe Vorstellungsrunde und dann ging es ab an die Stange.
Demi pliés, Armhaltungen, Auswärtsstellung, Tendus. Selbst mit den Basics brachte sie uns schon ziemlich ins Schwitzen und überall wurde direkt korrigiert. "Wir haben einiges zu tun", oh man, der Kurs wird bestimmt kein Zuckerschlecken.
In meiner Pause machte ich einen Zwischenstopp im Ballettladen und holte noch mein Trikot und Schläppchen ab, konnte aber nicht den Steppschuhen nicht komplett entsagen und musste wenigstens mal kurz damit durch den Shop klackern.
Auf Liedinterpratation hatte ich mich schon total gefreut, allerdings wurde die Freude von der Tatsache gedämpft, dass alle vorsingen mussten. Ich, als unerfahrene Sängerin, musste meinen ganzen Mut sammeln, aber da wir ja alle im selben Boot sitzen.... Umso besser fühlte ich mich dann, als ich meine Version von "Chicitita" einigermaßen vorgetragen hatte und in ein paar lächelnde Gesichter blicken konnte. Bei den Stimmen gab es schon einige Levelunterschiede, aber wir interpretieren ja Songs und singen keine Oper.
Um 6Uhr kam ich dann nach einem langen Tag zu Hause an, musste aber noch unbedingt einkaufen. Also kurz was futtern, Jacke, ab zum Edeka. Dort füllte ich meinen Wagen mit super leckeren und gesunden Sachen (ja Mama ich esse auch Gemüse) und wurde auf dem Rückweg noch von ein paar verlorenen Russen angequatscht, die leider keine Ahnung von Busfahrplänen hatten. Versucht ihr mal drei Russen, wo denen einer angetrunken war, zu erklären, dass morgens um 5Uhr kein Bus fährt, herzlichen Glückwunsch!!!
Jetzt sitze ich im Bett, hab meine Portion Nudeln verputzt und knabber noch Gurke und Möhre, um morgen wieder fit für Methodik, Jazz und Repetory zu sein.
Habt einen schönen Abend und alles Liebe,
Katrin
Dienstag, 16. August 2011
...hätte man jetzt einen guten Titel
Dienstag!!!!!!
Wir haben den Stundenplan, wir haben die Power und wir haben......Methodik.
Morgens um 7Uhr klingelt der Wecker, um viertel vor 9 stehen wir in der Markusstraße.
Methooodik, soll heißen Schauspielunterricht. Aber wie es immer am Schulbeginn so ist, gibt es erstmal ne organisatorische Dinge zu klären, Spielrunden und ein paar Übungen zum kennen lernen.
Zwei einhalb Stunden sind schon ne Menge Zeit um sich die Namen von 13 Leuten zu merken, trotzdem ist die Lehrerin total cool und ist mit uns direkt per du.
Da kommt dann auch gleich ans Licht wie unterschiedlich die Altersstufen sind, denn in unserem Kurs gibt es eine ziemliche Spanne, 16 bis 25.
Nach der Theorie ab zur Praxis, Jazz. Die Mädels machen sich also alle nett zurecht und warten mit Zopf und Schläppchen gespannt in der Halle. Dann hören wir nur noch:" Mädels, anziehen. Wir gehen shoppen." Also zack umziehen und ab zu Demi Point. Da lasse ich mich innerhalb von drei Minuten zur Fachverkäuferin für Trikots ausbilden und darf dann den Damen die Vor- und Nachteile von Baumwollstoff erläutern.
Außerdem können wir uns köstlich über die Anzüge für die Männer amüsieren, Susi liebevoll genannt. Sie darf mit den Herren auf Tuchfühlung gehen und wird so zur besten Freundin oder schlimmsten Feind.
"Das ist die Unterwäsche? Da dürften wir nichts drunter ziehen?" Hahahaaaaaa, nein dürft ihr nicht.
Etwas später im Pilates machen wir dann schonmal die Grundlagen und lernen Roll-Up, Criss-Cross und Douple Kicks kennen, aber auch hier kommen wir leider noch nicht so richtig ins schwitzen.
Nach einem relativ lockeren Tag geht es also wieder kurz nach Hause, um zu essen und zu verschnaufen.
Gegen 6Uhr wird nochmal zur Musiktheorie gebeten, wobei sich herrausstellt, dass unser Kurs irgendwie falsch eingeteilt wurde. Angeblich sollen die A-Kurse immer sehr gut sein, nur wurde der Lehrerin gesagt, dass wir total Anfänger seien. Sie war auf jeden Fall total verwirrt, als plötzlich alle mit Vorkenntnissen ankamen und ihr versicherten, dass wir alle Noten lesen können.
So konnten wir also an einem Abend das Programm für das erste Halbjahr der Anfänger abarbeiten und konnten dann nach zwei Stunden (denn die Anfänger brauchen ja mehr Zeit) endlich in den Feierabend.
Morgen stehen Sprechtechnik, Ballett und Liedinterpretation an, ich bin gespannt. Herrlich ist auch, dass der Unterricht für mich morgen erst um halb 11 anfängt, so kann Schule Spaß machen.
Ich hoffe ich langweile euch noch nicht und euch interessiert mein Alltag ein bisschen.
Liebe Grüße, Katrin
Wir haben den Stundenplan, wir haben die Power und wir haben......Methodik.
Morgens um 7Uhr klingelt der Wecker, um viertel vor 9 stehen wir in der Markusstraße.
Methooodik, soll heißen Schauspielunterricht. Aber wie es immer am Schulbeginn so ist, gibt es erstmal ne organisatorische Dinge zu klären, Spielrunden und ein paar Übungen zum kennen lernen.
Zwei einhalb Stunden sind schon ne Menge Zeit um sich die Namen von 13 Leuten zu merken, trotzdem ist die Lehrerin total cool und ist mit uns direkt per du.
Da kommt dann auch gleich ans Licht wie unterschiedlich die Altersstufen sind, denn in unserem Kurs gibt es eine ziemliche Spanne, 16 bis 25.
Nach der Theorie ab zur Praxis, Jazz. Die Mädels machen sich also alle nett zurecht und warten mit Zopf und Schläppchen gespannt in der Halle. Dann hören wir nur noch:" Mädels, anziehen. Wir gehen shoppen." Also zack umziehen und ab zu Demi Point. Da lasse ich mich innerhalb von drei Minuten zur Fachverkäuferin für Trikots ausbilden und darf dann den Damen die Vor- und Nachteile von Baumwollstoff erläutern.
Außerdem können wir uns köstlich über die Anzüge für die Männer amüsieren, Susi liebevoll genannt. Sie darf mit den Herren auf Tuchfühlung gehen und wird so zur besten Freundin oder schlimmsten Feind.
"Das ist die Unterwäsche? Da dürften wir nichts drunter ziehen?" Hahahaaaaaa, nein dürft ihr nicht.
Etwas später im Pilates machen wir dann schonmal die Grundlagen und lernen Roll-Up, Criss-Cross und Douple Kicks kennen, aber auch hier kommen wir leider noch nicht so richtig ins schwitzen.
Nach einem relativ lockeren Tag geht es also wieder kurz nach Hause, um zu essen und zu verschnaufen.
Gegen 6Uhr wird nochmal zur Musiktheorie gebeten, wobei sich herrausstellt, dass unser Kurs irgendwie falsch eingeteilt wurde. Angeblich sollen die A-Kurse immer sehr gut sein, nur wurde der Lehrerin gesagt, dass wir total Anfänger seien. Sie war auf jeden Fall total verwirrt, als plötzlich alle mit Vorkenntnissen ankamen und ihr versicherten, dass wir alle Noten lesen können.
So konnten wir also an einem Abend das Programm für das erste Halbjahr der Anfänger abarbeiten und konnten dann nach zwei Stunden (denn die Anfänger brauchen ja mehr Zeit) endlich in den Feierabend.
Morgen stehen Sprechtechnik, Ballett und Liedinterpretation an, ich bin gespannt. Herrlich ist auch, dass der Unterricht für mich morgen erst um halb 11 anfängt, so kann Schule Spaß machen.
Ich hoffe ich langweile euch noch nicht und euch interessiert mein Alltag ein bisschen.
Liebe Grüße, Katrin
Montag, 15. August 2011
Hobby = Schule
Heute war also offiziell der Schulbeginn für alle Stage School Schüler.
Um sehr humane 12Uhr fanden sich dann alle des ersten Jahrgangs in der Poolstraße ein und es gab erstmal ein lautstarkes: GUTEN MORGEN!
Bei gefühlten 40°C gab es eine Einführung in praktisch alles. Dozenten, Abteilungsleiter, Schülerbüro, Steuerbereich, Raumverteilung, Gebäudepläne.
In den meisten Gesichtern spiegelte sich die eigene Verwirrung wieder, aber man erwartet ja noch keine Wunder von uns.
Uns wurde auch gesagt, dass wir richtig schulmäßig auch Klassensprecher wählen müssen, genauso wie einen Jahrgangssprecher. Ich dachte, dass hatten wir hinter uns gebracht, aber Schule bleibt doch Schule.
Nach viel Gerede gab es dann endlich endlich die ersehnten Stundenpläne.
Kurz dazu: Es gibt die Bereiche Gesang, Tanz und Schauspiel und in diesen Bereichen verschiedene Fächer.
Zum Beispiel: Musiktheorie, Interpretation, Ballett, Jazz, Sprechtechnik, Methodik.
In insgesamt 10 Fächern wurde also alle Schüler in die unterschiedlichen Klassenstufen A-G eingeteilt, wobei A Fortgeschritten und G totale Anfänger entspricht.
Ich bin mit meiner Einteilung echt total zufrieden. In den Tanzkurse und Musiktheorie bin ich in die A-Kurse gekommen und in den Gesangsfächern in B. Da ich von Schauspiel keine Ahnung habe, ist auch nicht so dramatisch, dass ich da in die E-Klasse gekommen bin.
Es gab dann aber doch einige enttäuschte Gesichter, die sich total falsch eingeschätzt fühlten und schon den Tränen nah waren. Etwas übertrieben, meiner Meinung nach, aber im Oktober werden die Karten/Klassen eh neu gemischt.
Am Abend ging es dann ins Altonaer Theater, wo von dem Abschlussjahrgang eine selbsterarbeitetes Musical gab und das war echt zum Schreien.
Die genaue Handlung zu erklären wäre einfach zu kompliziert, aber es ging um viele Männer die Frauen wurden, Verwechslungen, verzwickte Liebesgeschichten und römische Sklaven.
Es wurde Unterhaltung pur geboten, die dann auch mit standing ovation belohnt wurde.
Danach wurden natürlich alle gefragt wer in welcher Klasse ist und so fand man dann auch schnell die Mitschüler für Jazz und co.
Morgen geht's für mich mit Methodik, Jazz und Pilates los und endet mit Musiktheorie um stolze 20.15.
Das Künstlerleben ist kein einfaches, aber dafür hab ich freitags ab 12Uhr Wochenende.
Die erste Woche wird vermutlich aus kennen lernen, Trikot kaufen und Gebäudebesichtigungen bestehen.
Ich könnte mich trotzdem nicht mehr über den Schulanfang freuen und steh deshalb auch gerne morgen um 7Uhr auf.
Ich hoffe ihr habt eine tolle Woche und liebe Grüße,
Katrin
Um sehr humane 12Uhr fanden sich dann alle des ersten Jahrgangs in der Poolstraße ein und es gab erstmal ein lautstarkes: GUTEN MORGEN!
Bei gefühlten 40°C gab es eine Einführung in praktisch alles. Dozenten, Abteilungsleiter, Schülerbüro, Steuerbereich, Raumverteilung, Gebäudepläne.
In den meisten Gesichtern spiegelte sich die eigene Verwirrung wieder, aber man erwartet ja noch keine Wunder von uns.
Uns wurde auch gesagt, dass wir richtig schulmäßig auch Klassensprecher wählen müssen, genauso wie einen Jahrgangssprecher. Ich dachte, dass hatten wir hinter uns gebracht, aber Schule bleibt doch Schule.
Nach viel Gerede gab es dann endlich endlich die ersehnten Stundenpläne.
Kurz dazu: Es gibt die Bereiche Gesang, Tanz und Schauspiel und in diesen Bereichen verschiedene Fächer.
Zum Beispiel: Musiktheorie, Interpretation, Ballett, Jazz, Sprechtechnik, Methodik.
In insgesamt 10 Fächern wurde also alle Schüler in die unterschiedlichen Klassenstufen A-G eingeteilt, wobei A Fortgeschritten und G totale Anfänger entspricht.
Ich bin mit meiner Einteilung echt total zufrieden. In den Tanzkurse und Musiktheorie bin ich in die A-Kurse gekommen und in den Gesangsfächern in B. Da ich von Schauspiel keine Ahnung habe, ist auch nicht so dramatisch, dass ich da in die E-Klasse gekommen bin.
Es gab dann aber doch einige enttäuschte Gesichter, die sich total falsch eingeschätzt fühlten und schon den Tränen nah waren. Etwas übertrieben, meiner Meinung nach, aber im Oktober werden die Karten/Klassen eh neu gemischt.
Am Abend ging es dann ins Altonaer Theater, wo von dem Abschlussjahrgang eine selbsterarbeitetes Musical gab und das war echt zum Schreien.
Die genaue Handlung zu erklären wäre einfach zu kompliziert, aber es ging um viele Männer die Frauen wurden, Verwechslungen, verzwickte Liebesgeschichten und römische Sklaven.
Es wurde Unterhaltung pur geboten, die dann auch mit standing ovation belohnt wurde.
Danach wurden natürlich alle gefragt wer in welcher Klasse ist und so fand man dann auch schnell die Mitschüler für Jazz und co.
Morgen geht's für mich mit Methodik, Jazz und Pilates los und endet mit Musiktheorie um stolze 20.15.
Das Künstlerleben ist kein einfaches, aber dafür hab ich freitags ab 12Uhr Wochenende.
Die erste Woche wird vermutlich aus kennen lernen, Trikot kaufen und Gebäudebesichtigungen bestehen.
Ich könnte mich trotzdem nicht mehr über den Schulanfang freuen und steh deshalb auch gerne morgen um 7Uhr auf.
Ich hoffe ihr habt eine tolle Woche und liebe Grüße,
Katrin
Sonntag, 14. August 2011
Luxus und Lärm
Samstag morgen, 5Uhr in Hamburg und irgendein Vollidiot im Haus entschließt sich dazu, eine Dusche mit extrem lauter Musik zu nehmen. Zum Glück nutze Mia (Tochter der Vermieterin) ihre schlechte Laune und
drehte dem Frühaufsteher ganz schnell das Radio ab, bevor ich entscheiden konnte, ob ich noch schlafe oder schon wach war.
Ansonsten verlief der Tag ziemlich entspannt, da uns auch mal die Sonne einen Besuch abstattete und man tatsächlich ein bisschen raus gehen konnte. Die Araltankstelle hatte mit der Anzeige "31°C" zwar nicht ganz Recht, aber trotzdem nutzte ich die Gelegenheit, um mich mit Leckereien einzudecken und im Botanischen Garten noch ein bisschen in die Sonne zu tanken.
Um 6Uhr ging es dann an den Hafen, denn kein Hamburger kann bei Sonnenschein dem Ruf der See entsagen.
Also ab auf die Landungsbrücken, Fähnchen geschnappt und der Queen Mary 2 winken, wie sie sich auf die Reise nach New York macht. Wohlgemerkt mit dem passenden Titel "I will survive", der hoffentlich ernst genommen wird, denn beim Überschlagen zählten wir eindeutig zu wenige Plätze in den Notfallbooten für alle Passagiere (Titanic lässt grüßen).
Kaum war die Queen außer Sicht, ging es weiter zum Rockspektakel am Rathaus, denn wo fühlen sich drei Blondinen wohler, als unter hardcore Metal-Fans.
Unbemerkt mischten wir uns also zwischen eingefleischte Schreihälse und klassische Kopfnicker, um unsere Ohren mit.....Krach zu erfreuen. Ich kann nicht sagen, dass ich viel von Metal verstehen würde, aber irgendwie hat es sich einfach nach viel Geschrei, lauten Verstärkern und strapazierten Stimmbändern angehört.
Trotzdem blieben wir bis zum Schluss und lernten auch die "Wall of Death" kennen, zum Glück nur aus der sicheren Ferne.
Zum Abschluss ging es dann noch für ein Bierchen bzw. Eis an die Alster und in der Hoffnung Sonntag nicht schon um 5Uhr geweckt zu werden, fiel ich irgendwann kaputt in mein Bett. (Ich wurde heute erst um halb 9 geweckt!)
Ich freu mich (immernoch) auf Montag und darüber, schonmal ein paar Leute kenne gelernt zu haben. Hoffentlich habt ihr auch noch einen schönen Sonntag. Alles Liebe,
Katrin
drehte dem Frühaufsteher ganz schnell das Radio ab, bevor ich entscheiden konnte, ob ich noch schlafe oder schon wach war.
Ansonsten verlief der Tag ziemlich entspannt, da uns auch mal die Sonne einen Besuch abstattete und man tatsächlich ein bisschen raus gehen konnte. Die Araltankstelle hatte mit der Anzeige "31°C" zwar nicht ganz Recht, aber trotzdem nutzte ich die Gelegenheit, um mich mit Leckereien einzudecken und im Botanischen Garten noch ein bisschen in die Sonne zu tanken.
Also ab auf die Landungsbrücken, Fähnchen geschnappt und der Queen Mary 2 winken, wie sie sich auf die Reise nach New York macht. Wohlgemerkt mit dem passenden Titel "I will survive", der hoffentlich ernst genommen wird, denn beim Überschlagen zählten wir eindeutig zu wenige Plätze in den Notfallbooten für alle Passagiere (Titanic lässt grüßen).
Kaum war die Queen außer Sicht, ging es weiter zum Rockspektakel am Rathaus, denn wo fühlen sich drei Blondinen wohler, als unter hardcore Metal-Fans.
Unbemerkt mischten wir uns also zwischen eingefleischte Schreihälse und klassische Kopfnicker, um unsere Ohren mit.....Krach zu erfreuen. Ich kann nicht sagen, dass ich viel von Metal verstehen würde, aber irgendwie hat es sich einfach nach viel Geschrei, lauten Verstärkern und strapazierten Stimmbändern angehört.
Trotzdem blieben wir bis zum Schluss und lernten auch die "Wall of Death" kennen, zum Glück nur aus der sicheren Ferne.
Zum Abschluss ging es dann noch für ein Bierchen bzw. Eis an die Alster und in der Hoffnung Sonntag nicht schon um 5Uhr geweckt zu werden, fiel ich irgendwann kaputt in mein Bett. (Ich wurde heute erst um halb 9 geweckt!)
Ich freu mich (immernoch) auf Montag und darüber, schonmal ein paar Leute kenne gelernt zu haben. Hoffentlich habt ihr auch noch einen schönen Sonntag. Alles Liebe,
Katrin
Freitag, 12. August 2011
Jazz und Hamburg sind anders
Heute Abend sollte es ins Kino gehen.
Ich hatte bei der Leveleinteilung eine total nette Schweizerin getroffen und wollte mich mit ihr in "Super 8" wagen. Wer mit mir schonmal im Kino war weiß, dass ich einen Film niemals ohne M&Ms sehen würde, also musste vorher ein kleiner Stopp im "Aktivmark" gemacht werden.
An der Schlange wurde meine Geduld direkt auf eine Probe gestellt. Die gute Frau vor mir, hatte eine, anscheinend mysteriöse, Salatsorte eingekauft und weder sie noch die Dame an der Kasse wusste den Preis.
Eigentlich keine große Sache, nur handelte es sich bei der Sorte eindeutig um Mangold und die Kassiererin sagte immer wieder: "Ich muss wissen was das ist. Ich muss wissen was das ist." Jaaaaa verdammt, es ist Mangold!
Die Kunden entschied sich dann kurzerhand einfach Salatherzen zu kaufen, ist ja auch fast das gleiche. Den Preis wusste die Kasse zum Glück.
Mit meinem Süßkram ging es dann ab in die U-bahn. Dort bekamen alle Fahrgäste ein Privatkonzert von ein paar extrem coolen Kids,in dem Stil: Bushido lässt grüßen. Musik laut an und quatsch einfach mit, ist doch egal was der Typ eigentlich sagt.
Irgendwann kam ich endlich beim Cinemaxx an und wir konnten uns auf den Film freuen.
Aber erstmal kam Werbung, viel Werbung. Gute 20min wurde man mit Werbeslogen und Trailern berieselt, in denen mir erstmal erklärt wurde, dass in der Schweiz Kino anders läuft.
Dort geht man ins Kino, hat 2min Werbung, sieht ca. eine Stunde vom Film und hat dann eine Pause.
Eine Pause! Die Schweizer mögen es bequem. "Man hat ja Zeit.", meinte F.
Nach einem wirklich unterhaltsamen Film, bei dem uns mehrmals die Ohren wegflogen und wir (Angsthasen!) doch ab und zu mal aufschrieen, schlenderten wir noch ein bisschen durch die Straßen und landeten bei Nancy.
Die gute Nancy in Künstlerin und hielt in ihrer Galerie eine Vernissage ab, bei der es, neben den vielen Bildern von nackten Frauen, auch noch eine Jazzband gab. Also nichts wie rein in die gute Stube und mal schauen wie's da drin aussieht.
Die Band war wirklich sehr gut, obwohl der Bassist so aussah, als würde er ziemlich Schmerzen aushalten müssen. Der Pianist war total entspannt und der Frontman ging mit der Posaune unterm Arm erstmal zu seiner Frau rüber und begrüßte jeden Gast persönlich. Irgendwann landeten F. und ich wieder in der U-bahn und waren uns einig, dass Hamburg schon eine ziemlich coole Stadt ist. Auch wenn man sich ständig veriirt, hoffenlos überfordert ist und oft gar nicht weiß wie einem geschieht, trotzdem: Solche Abende wie heute, erlebt man nicht in jeder Stadt.
Ich hoffe ihr habt ein großartiges Wochende und liebe Grüße,
Katrin
Ich hatte bei der Leveleinteilung eine total nette Schweizerin getroffen und wollte mich mit ihr in "Super 8" wagen. Wer mit mir schonmal im Kino war weiß, dass ich einen Film niemals ohne M&Ms sehen würde, also musste vorher ein kleiner Stopp im "Aktivmark" gemacht werden.
An der Schlange wurde meine Geduld direkt auf eine Probe gestellt. Die gute Frau vor mir, hatte eine, anscheinend mysteriöse, Salatsorte eingekauft und weder sie noch die Dame an der Kasse wusste den Preis.
Eigentlich keine große Sache, nur handelte es sich bei der Sorte eindeutig um Mangold und die Kassiererin sagte immer wieder: "Ich muss wissen was das ist. Ich muss wissen was das ist." Jaaaaa verdammt, es ist Mangold!
Die Kunden entschied sich dann kurzerhand einfach Salatherzen zu kaufen, ist ja auch fast das gleiche. Den Preis wusste die Kasse zum Glück.
Mit meinem Süßkram ging es dann ab in die U-bahn. Dort bekamen alle Fahrgäste ein Privatkonzert von ein paar extrem coolen Kids,in dem Stil: Bushido lässt grüßen. Musik laut an und quatsch einfach mit, ist doch egal was der Typ eigentlich sagt.
Irgendwann kam ich endlich beim Cinemaxx an und wir konnten uns auf den Film freuen.
Aber erstmal kam Werbung, viel Werbung. Gute 20min wurde man mit Werbeslogen und Trailern berieselt, in denen mir erstmal erklärt wurde, dass in der Schweiz Kino anders läuft.
Dort geht man ins Kino, hat 2min Werbung, sieht ca. eine Stunde vom Film und hat dann eine Pause.
Eine Pause! Die Schweizer mögen es bequem. "Man hat ja Zeit.", meinte F.
Nach einem wirklich unterhaltsamen Film, bei dem uns mehrmals die Ohren wegflogen und wir (Angsthasen!) doch ab und zu mal aufschrieen, schlenderten wir noch ein bisschen durch die Straßen und landeten bei Nancy.
Die gute Nancy in Künstlerin und hielt in ihrer Galerie eine Vernissage ab, bei der es, neben den vielen Bildern von nackten Frauen, auch noch eine Jazzband gab. Also nichts wie rein in die gute Stube und mal schauen wie's da drin aussieht.
Die Band war wirklich sehr gut, obwohl der Bassist so aussah, als würde er ziemlich Schmerzen aushalten müssen. Der Pianist war total entspannt und der Frontman ging mit der Posaune unterm Arm erstmal zu seiner Frau rüber und begrüßte jeden Gast persönlich. Irgendwann landeten F. und ich wieder in der U-bahn und waren uns einig, dass Hamburg schon eine ziemlich coole Stadt ist. Auch wenn man sich ständig veriirt, hoffenlos überfordert ist und oft gar nicht weiß wie einem geschieht, trotzdem: Solche Abende wie heute, erlebt man nicht in jeder Stadt.
Ich hoffe ihr habt ein großartiges Wochende und liebe Grüße,
Katrin
Donnerstag, 11. August 2011
Zwischen Schreihälsen und Ballettschuhen
Heute war also der "große" Tag, der erste Schultag an der Stage School.
Um 8Uhr klingelte also der Wecker, denn komischerweise hatte sich der Treppenhauswecker heute ruhig verhalten und ich mache mich etwas nervös und vollbepackt auf die Reise, ok extrem nervös.
Nach einiger Verwirrung, Rauchwolken, Bauarbeitern und freundlichen Wegbeschreibungen komme ich in der vollbepackten Schule an.
Name? Katrin...ääääh Schurz.
Namensschild, Aufkleber, da ist die Umkleide, noch Fragen, viel Spaß.......Alles Klar.
Ziemlich fix gings nach einer kurzen Begrüßung auch schon los. Alle waren in vier Gruppen eingeteilt worde und mussten sich nacheinander in Gesang, Tanz und Schauspiel testen.
"Natürlich ist es keine Prüfung!", wie alle Dozenten versichern, aber total blamieren, will man sich ja dann doch nicht. Zum Glück waren alle ziemlich nett und man fand auch schnell Leute mit denen man sich zusammen wahnsinnig machen konnte.
Das Singen geht glücklicherweise sehr schnell: Hallo, ich bin blablabla und singe blablabla aus dem Stück blablabla, 30sek und fertig. Ich konnte sogar noch ein "Ach Katrin, an die erinnere ich mich." absahnen :)
Danach hatten wir zwei ewige Stunden Pause, warum auch immer.
In der Zeit konnte man aber gleich mal seine "Konkurrenz" besser kennen lernen und gemeinsam schon direkt über ein paar Leute lästern. Jajaa diese Schauspieler, immer richtig mies und zickig .
Es ging weiter mit Ballett und Jazz. Yeah Yeah, tanzen! Basics, die aber ziemlich schnell drin seien mussten und noch schneller ausgeführt werden mussten.
Der gute Markus, mit seinem sehr engen Shirt, hatte uns einen Mittänzer aus einem älteren Jahrgang mitgebracht, damit wir ab gucken konnten. Den Kerl hätte Bruce gerne auf dem Catwalk gehabt, ein einziger Hüftschwung!
Und dann Schauspiel. Ich muss sagen, von Monologen und Textarbeit hab ich nicht viel Ahnung, aber irgendwie schienen einfach alle zu schreien. Also wirklich LAUT!
Ob das jetzt von Talent zeugt, wer weiß. Die Dozentin war dann aber der Meinung, wir sollten doch lieber die Fenster schließen, sonst würden sich die Nachbarn beschweren.
Insgesamt waren aber alle toll und es gab auch echt Abwechslung. Wir hatten die Schauspielerin, die ihren Text vergaß, wobei das Mädchen ihren Text wirklich verpeilte, zwei Sylvies, die uns ihren Namen ins Gesicht brüllten und einen dramatischen Selbstmörder, der leider unterbrochen wurde, als er grade am sterben war.
Ganz fix war es dann schon 3Uhr und es hieß, ab einkaufen, ab nach Hause.
Ich bin mit dem ganzen Tag wirklich zufrieden und freu mich schon total auf Montag (das sage ich nicht oft).
Dann bekomme ich meinen Stundenplan, weiß in welchen Klassen ich bin und kann mich auf die Vorführung der Abschlussklasse freuen.
So jetzt bin ich fertig, danke für die Aufmerksamkeit, einen schönen Abend noch.
Alles Liebe, Katrin.
Um 8Uhr klingelte also der Wecker, denn komischerweise hatte sich der Treppenhauswecker heute ruhig verhalten und ich mache mich etwas nervös und vollbepackt auf die Reise, ok extrem nervös.
Nach einiger Verwirrung, Rauchwolken, Bauarbeitern und freundlichen Wegbeschreibungen komme ich in der vollbepackten Schule an.
Name? Katrin...ääääh Schurz.
Namensschild, Aufkleber, da ist die Umkleide, noch Fragen, viel Spaß.......Alles Klar.
Ziemlich fix gings nach einer kurzen Begrüßung auch schon los. Alle waren in vier Gruppen eingeteilt worde und mussten sich nacheinander in Gesang, Tanz und Schauspiel testen.
"Natürlich ist es keine Prüfung!", wie alle Dozenten versichern, aber total blamieren, will man sich ja dann doch nicht. Zum Glück waren alle ziemlich nett und man fand auch schnell Leute mit denen man sich zusammen wahnsinnig machen konnte.
Das Singen geht glücklicherweise sehr schnell: Hallo, ich bin blablabla und singe blablabla aus dem Stück blablabla, 30sek und fertig. Ich konnte sogar noch ein "Ach Katrin, an die erinnere ich mich." absahnen :)
Danach hatten wir zwei ewige Stunden Pause, warum auch immer.
In der Zeit konnte man aber gleich mal seine "Konkurrenz" besser kennen lernen und gemeinsam schon direkt über ein paar Leute lästern. Jajaa diese Schauspieler, immer richtig mies und zickig .
Es ging weiter mit Ballett und Jazz. Yeah Yeah, tanzen! Basics, die aber ziemlich schnell drin seien mussten und noch schneller ausgeführt werden mussten.
Der gute Markus, mit seinem sehr engen Shirt, hatte uns einen Mittänzer aus einem älteren Jahrgang mitgebracht, damit wir ab gucken konnten. Den Kerl hätte Bruce gerne auf dem Catwalk gehabt, ein einziger Hüftschwung!
Und dann Schauspiel. Ich muss sagen, von Monologen und Textarbeit hab ich nicht viel Ahnung, aber irgendwie schienen einfach alle zu schreien. Also wirklich LAUT!
Ob das jetzt von Talent zeugt, wer weiß. Die Dozentin war dann aber der Meinung, wir sollten doch lieber die Fenster schließen, sonst würden sich die Nachbarn beschweren.
Insgesamt waren aber alle toll und es gab auch echt Abwechslung. Wir hatten die Schauspielerin, die ihren Text vergaß, wobei das Mädchen ihren Text wirklich verpeilte, zwei Sylvies, die uns ihren Namen ins Gesicht brüllten und einen dramatischen Selbstmörder, der leider unterbrochen wurde, als er grade am sterben war.
Ganz fix war es dann schon 3Uhr und es hieß, ab einkaufen, ab nach Hause.
Ich bin mit dem ganzen Tag wirklich zufrieden und freu mich schon total auf Montag (das sage ich nicht oft).
Dann bekomme ich meinen Stundenplan, weiß in welchen Klassen ich bin und kann mich auf die Vorführung der Abschlussklasse freuen.
So jetzt bin ich fertig, danke für die Aufmerksamkeit, einen schönen Abend noch.
Alles Liebe, Katrin.
Mittwoch, 10. August 2011
Meine Nerven Paula!
Soooo morgen wird's also ernst. Es geht im die Wurscht, es geht's ans Eingemachte, es geht rund.
Was? Ihr wisst nicht wovon ich rede? Achso stimmt ja, irgendwie hatte ich noch gar nicht richtig erklärt was ich eigentlich in Hamburg mache.
Wer also schon komplett im Bilde ist und nicht nochmal die ganze Geschichte hören will, kann diesen Eintrag überspringen. Für alle anderen, folgendes:
Ich bin hier in Hamburg, weil ich eine Musicalausbildung an der Stage School mache.
Eigentlich hatte ich nie wirklich vor zum Musical zu gehen und hatte eher an ein Studium der Filmwissenschaft gedacht, allerdings tanze ich schon ziemlich lange, singe auch ziemlich gerne und hab mich im Juni einfach aus Spaß für einen Workshop der Schule angemeldet. Der Workshop war Anfang Juni.
Dort hab ich total nette, talentierte Leute kennen gelernt und hatte drei tolle, anstrengende Tage.
Um an der Schule angenommen zu werden, muss man eine Aufnähmeprüfung machen, allerdings kann man einen Workshop als Ersatz dafür nehmen und verrückterweise hat das bei mir geklappt.
Nach vier Tagen hatte ich die Zusage zu Hause und nach einigem hin und her, war alles geklärt.
Ab nach Hamburg hieß es. Morgen werde ich dann zum ersten mal in die Schule gehen, um meine Lehrer und Mitschüler kennen zu lernen. Da werden nämlich die Leveleinteilungen für Gesang, Tanz und Schauspiel vorgenommen, es heißt also Prüfungssituation. Yipiiiiiiiee!!!!
Ihr glaubt nicht wie nervös ich bin. Und ich weiß, dieser Blog ist nicht unbedingt lustig oder mega interessant, aber grade kann ich mich leider überhaupt nicht konzentrieren, kann euch aber garantieren, dass morgen hier eine Party gefeiert wird. Ab nächster Woche geht dann der ganz normal Wahnsinn los und hier wird es vermutlich zu gehen, wie in einer schlechten Seifenoper.
Freut euch also auf meine kommenden Blamagen, unpassende Witze und (hoffentlich) Erfolgserlebnisse.
Morgen wissen wir mehr. Alles Liebe,
Katrin
Was? Ihr wisst nicht wovon ich rede? Achso stimmt ja, irgendwie hatte ich noch gar nicht richtig erklärt was ich eigentlich in Hamburg mache.
Wer also schon komplett im Bilde ist und nicht nochmal die ganze Geschichte hören will, kann diesen Eintrag überspringen. Für alle anderen, folgendes:
Ich bin hier in Hamburg, weil ich eine Musicalausbildung an der Stage School mache.
Eigentlich hatte ich nie wirklich vor zum Musical zu gehen und hatte eher an ein Studium der Filmwissenschaft gedacht, allerdings tanze ich schon ziemlich lange, singe auch ziemlich gerne und hab mich im Juni einfach aus Spaß für einen Workshop der Schule angemeldet. Der Workshop war Anfang Juni.
Dort hab ich total nette, talentierte Leute kennen gelernt und hatte drei tolle, anstrengende Tage.
Um an der Schule angenommen zu werden, muss man eine Aufnähmeprüfung machen, allerdings kann man einen Workshop als Ersatz dafür nehmen und verrückterweise hat das bei mir geklappt.
Nach vier Tagen hatte ich die Zusage zu Hause und nach einigem hin und her, war alles geklärt.
Ab nach Hamburg hieß es. Morgen werde ich dann zum ersten mal in die Schule gehen, um meine Lehrer und Mitschüler kennen zu lernen. Da werden nämlich die Leveleinteilungen für Gesang, Tanz und Schauspiel vorgenommen, es heißt also Prüfungssituation. Yipiiiiiiiee!!!!
Ihr glaubt nicht wie nervös ich bin. Und ich weiß, dieser Blog ist nicht unbedingt lustig oder mega interessant, aber grade kann ich mich leider überhaupt nicht konzentrieren, kann euch aber garantieren, dass morgen hier eine Party gefeiert wird. Ab nächster Woche geht dann der ganz normal Wahnsinn los und hier wird es vermutlich zu gehen, wie in einer schlechten Seifenoper.
Freut euch also auf meine kommenden Blamagen, unpassende Witze und (hoffentlich) Erfolgserlebnisse.
Morgen wissen wir mehr. Alles Liebe,
Katrin
Dienstag, 9. August 2011
Mit Bus und Bahn durch den Regen
Heute hat es geregnet. So wie gestern. Und es wird höchstwahrscheinlich auch morgen und übermorgen und den Tag danach regnen.
Man macht man in dieser Situation?? Süßigkeiten essen, genau. Und zwar viel davon.
Irgendwann heute gegen 13Uhr musste ich dann einsehen, dass selbst mit viel Lachgummi und Schokolade der Sommer nicht nochmal zurück kommen würde.
Ich entschloss mit dann, bevor mir die Decke auf den Kopf fällt, mein Kämmerchen zu verlassen, um mal
die Verbindungen zu meiner neuen Schule auszutesten.
Also ab gehts: Regenschirm, Buch und 9Uhr-Ticket parat, rein in die Schlacht der öffentlichen Verkehrsmittel.
Ich muss sagen, ich habe keinen sehr guten Orientierungssinn. Er ist eher schlechter als besser und trotzdem
fand ich mich erstaunlich gut zurecht. Und warum? Weil ungefäht die Hälfte aller Busse in die gleiche Richtung fahren. Sechs Buslinien fahren so ziemlich direkt vor der Haustür, alle mit der gleichen Enthaltestelle. Da kann selbst ich nicht viel falsch machen. Ab in den ersten Bus, einmal umsteigen, ab in den zweiten Bus, einmal umsteigen, ab in die U-bahn, Ankunft.
Ich finde, so ne U-bahn ist was tolles. Stadtbusse kenn ich ja, aber ne U-bahn??? Die schreit Großstadt, die sagt ´hey, ich weiß wo's lang geht´.
Am Gänsemarkt wusste ich es dann leider nicht mehr und bewegte mich deshalb mal grob in Richtung Alster.
Zwischen Tom Tailor, Rolex und diversen Juwelieren, war ich dann doch sehr erleichtert einen H&M zu finden und als ich dann in der Kunstabteilung von Thalia (Bücherladen) stand, fühlte ich mich schon fast ein bischen zu Hause. Nachdem ich mich von den Fotobänden losgerissen hatte, machte ich noch einen Abstecher ins Europahaus und gesellte mich dann zu den anderen coolen Kids an Alsterufer.
Da konnte ich der extrem interessante Diskussion über Converse-Etuits lauschen, die von ein paar sehr hippen Mädels neben mir geführt wurde ("Gab's nur noch so grün, maaaaan! Hatte ich noch nie gesehen und wollte ich auch nicht, aber maaaaan, ich hab's halt gekauft.") und mir ansehen wie sie versuchten den armen Schwan zu bespucken und sich dabei selbst vollsauten.
Ziemlich schnell erfreute uns dann der nächste Wolkenbruch und ich marschierte zielstrebig auf die nächste U-bahnstation zu. Leider gab es da keine sechs Linien, die alle in die gleiche Richtung fuhren und so musste ich auf der Rückfahrt doch zwei mal mehr den Bus wechseln.
Bevor ich im Trockenen ankam, holte ich mir noch schnell beim Bäcker zwei Brötchen und lernte gleich, dass es wohl einen Unterschied macht, ob man Oma- oder Opa-Brötchen kauft. Preislich nicht, aber ich hab Oma genommen. Meinen Opa würde ich nicht an den Ofen lassen.
Ein weiterer, unglaublich ereigenisreicher Tag geht zu Ende.
Am Donnerstag gibt's auf jeden Fall mehr zu erzählen und morgen ist ja auch noch ein Tag.
Liebe Grüße und hoffentlich ist das Wetter besser, dort wo immer ihr auch seid,
Katrin
Man macht man in dieser Situation?? Süßigkeiten essen, genau. Und zwar viel davon.
Irgendwann heute gegen 13Uhr musste ich dann einsehen, dass selbst mit viel Lachgummi und Schokolade der Sommer nicht nochmal zurück kommen würde.
Ich entschloss mit dann, bevor mir die Decke auf den Kopf fällt, mein Kämmerchen zu verlassen, um mal
die Verbindungen zu meiner neuen Schule auszutesten.
Also ab gehts: Regenschirm, Buch und 9Uhr-Ticket parat, rein in die Schlacht der öffentlichen Verkehrsmittel.
Ich muss sagen, ich habe keinen sehr guten Orientierungssinn. Er ist eher schlechter als besser und trotzdem
fand ich mich erstaunlich gut zurecht. Und warum? Weil ungefäht die Hälfte aller Busse in die gleiche Richtung fahren. Sechs Buslinien fahren so ziemlich direkt vor der Haustür, alle mit der gleichen Enthaltestelle. Da kann selbst ich nicht viel falsch machen. Ab in den ersten Bus, einmal umsteigen, ab in den zweiten Bus, einmal umsteigen, ab in die U-bahn, Ankunft.
Ich finde, so ne U-bahn ist was tolles. Stadtbusse kenn ich ja, aber ne U-bahn??? Die schreit Großstadt, die sagt ´hey, ich weiß wo's lang geht´.
Am Gänsemarkt wusste ich es dann leider nicht mehr und bewegte mich deshalb mal grob in Richtung Alster.
Zwischen Tom Tailor, Rolex und diversen Juwelieren, war ich dann doch sehr erleichtert einen H&M zu finden und als ich dann in der Kunstabteilung von Thalia (Bücherladen) stand, fühlte ich mich schon fast ein bischen zu Hause. Nachdem ich mich von den Fotobänden losgerissen hatte, machte ich noch einen Abstecher ins Europahaus und gesellte mich dann zu den anderen coolen Kids an Alsterufer.
Da konnte ich der extrem interessante Diskussion über Converse-Etuits lauschen, die von ein paar sehr hippen Mädels neben mir geführt wurde ("Gab's nur noch so grün, maaaaan! Hatte ich noch nie gesehen und wollte ich auch nicht, aber maaaaan, ich hab's halt gekauft.") und mir ansehen wie sie versuchten den armen Schwan zu bespucken und sich dabei selbst vollsauten.
Ziemlich schnell erfreute uns dann der nächste Wolkenbruch und ich marschierte zielstrebig auf die nächste U-bahnstation zu. Leider gab es da keine sechs Linien, die alle in die gleiche Richtung fuhren und so musste ich auf der Rückfahrt doch zwei mal mehr den Bus wechseln.
Bevor ich im Trockenen ankam, holte ich mir noch schnell beim Bäcker zwei Brötchen und lernte gleich, dass es wohl einen Unterschied macht, ob man Oma- oder Opa-Brötchen kauft. Preislich nicht, aber ich hab Oma genommen. Meinen Opa würde ich nicht an den Ofen lassen.
Ein weiterer, unglaublich ereigenisreicher Tag geht zu Ende.
Am Donnerstag gibt's auf jeden Fall mehr zu erzählen und morgen ist ja auch noch ein Tag.
Liebe Grüße und hoffentlich ist das Wetter besser, dort wo immer ihr auch seid,
Katrin
Montag, 8. August 2011
Weckzeit 6:30
Die erste Nacht hatte ich überraschend gut geschlafen und wollte das eigentlich wiederholen.
Allerdings konnte ich mir das heute abschminken, denn, oh Schreck, die anderen Mitbewohner waren Sonntagabend eingetroffen.
Dazu muss ich kurz erklären, dass ich im Moment nur zur Zwischenmiete wohne und mit drei anderen (bis jetzt noch Unbekannten) eine Zwecks-Wg habe. Jeder hat sein Zimmer für sich, wir teilen uns ein echt schönes Bad (mit LED-Duschkopf) und eine Miniaturküche.
Heute morgen wurde ich dann also um halb 7 von echten Morgenmuffeln geweckt, die auf der Treppe ein Drama in mehreren Akten spielten.
Wenn ich alles richtig verstanden habe, wohnen die drei anderen schon länger hier und müssten sich so eigentlich kennen und eventuell sogar mögen.
Entweder ist das nicht der Fall, oder sie haben einfach eine komische Art es zu zeigen. Morgens ist hier anscheinend jeder sich selbst der nächste und der Kampf um das Bad ist kein einfacher.
So wurde also fröhlich geschrien, geheult und die Türen geknallt und alles nur um duschen zu können.
Rücksicht auf die anderen (Mich), keine Chance.
Nach dem endlosen Gebrülle "ICH BIN ABER UM HALB 7 AUFGESTANDEN!" und einer Stunde später, hatten sich dann alle aus dem Staub gemacht und ich konnte noch ein bisschen Schlaf nachholen.
Ansonsten wird heute Hamburger Wetter á la carte serviert und so bin ich in meinem Zimmer eingesperrt, futtere Nudeln und warte drauf, dass sich die Wolken verziehen.
Ich freue mich schon sehr auf Donnerstag, dann werde ich endlich meine neuen Mitschüler kennen lernen und mal wieder eine Gespräch führen, dass länger als zwei Sätze ist.
Liebe Grüße aus Hamburg,
Katrin
Allerdings konnte ich mir das heute abschminken, denn, oh Schreck, die anderen Mitbewohner waren Sonntagabend eingetroffen.
Dazu muss ich kurz erklären, dass ich im Moment nur zur Zwischenmiete wohne und mit drei anderen (bis jetzt noch Unbekannten) eine Zwecks-Wg habe. Jeder hat sein Zimmer für sich, wir teilen uns ein echt schönes Bad (mit LED-Duschkopf) und eine Miniaturküche.
Heute morgen wurde ich dann also um halb 7 von echten Morgenmuffeln geweckt, die auf der Treppe ein Drama in mehreren Akten spielten.
Wenn ich alles richtig verstanden habe, wohnen die drei anderen schon länger hier und müssten sich so eigentlich kennen und eventuell sogar mögen.
Entweder ist das nicht der Fall, oder sie haben einfach eine komische Art es zu zeigen. Morgens ist hier anscheinend jeder sich selbst der nächste und der Kampf um das Bad ist kein einfacher.
So wurde also fröhlich geschrien, geheult und die Türen geknallt und alles nur um duschen zu können.
Rücksicht auf die anderen (Mich), keine Chance.
Nach dem endlosen Gebrülle "ICH BIN ABER UM HALB 7 AUFGESTANDEN!" und einer Stunde später, hatten sich dann alle aus dem Staub gemacht und ich konnte noch ein bisschen Schlaf nachholen.
Ansonsten wird heute Hamburger Wetter á la carte serviert und so bin ich in meinem Zimmer eingesperrt, futtere Nudeln und warte drauf, dass sich die Wolken verziehen.
Ich freue mich schon sehr auf Donnerstag, dann werde ich endlich meine neuen Mitschüler kennen lernen und mal wieder eine Gespräch führen, dass länger als zwei Sätze ist.
Liebe Grüße aus Hamburg,
Katrin
Sonntag, 7. August 2011
Hamburg: Klappe, die erste.
Hallo liebe Leute,
Willkommen zum meinen Blog aus der Weltstadt Hamburg. Hier wird's bestimmt chaotisch zu gehen, aber genauso wird wohl auch meine erste Zeit hier sein.
Kommt also rein und macht es euch bequem, let the games begin.
Nach einer ewigen Fahrt mit gefühlten fünf Stunden Stau, kam ich also gestern Nachmittag endlich im beschaulichen Wandsbek an, mein neues zu Hause.
Nachdem die Koffer, Kisten, das Fahrrad, die Gitarre und Fressalien ausgepackt waren, schmiss ich nach einer Runde Eis meine Eltern raus und kam in Hamburg an.
In 13m² kann man so einiges unterbringen, deshalb verbrachte ich den ersten Abend mit dem Einrichten meiner eigenen vier Wände und feierte den Einzug mit einem Batzen Nudeln.
Sonntag sollte ganz im Zeichen der Entdeckung stehen, also packte ich nach dem Frühstück ganz Touri-mäßig meinen Neustädtlerplan und die Regenjacke ein, um mit dem Rad mal die Gegend zu begutachten.
Aber halt! Das wäre ja zu einfach gewesen. Mein Fahrradschloss entschied kurzerhand zu streiken und ließ sich leider auch nicht mit Mamas Tipp "Versuch's mal mit Butter!" öffnen. Nebenbei fiel gleich noch das Rücklicht ab, aber hey, Fahren ging ja eh nicht.
Dann also zu Fuß.
Auf dem Weg zum viel versprechenden Moor fielen mir direkt ein paar Sachen auf. Als Landei kamen mir zwar schon die Hausnummern bis 200 komisch vor, aber es scheint zum guten Ton zu gehören, die Hausnummer mindestens dreimal irgendwo auf dem Grundstück zu präsentieren. Die Nummer 160 konnte man gleich viermal im Vorgarten finden, das ist wohl ne ziemlich coole Nummer.
Und noch was, ich muss euch enttäuschen, die Leute sagen nicht Moin. Sie sagen Hallo oder einfach gar nichts.
Auf dem Dorf wird man praktisch verstoßen, wenn man nicht jeden grüßt, hier muss ich mir das verkneifen.
Ziemlich schnell fand ich dann das Jenfelder Moor, wo man sich schön hinsetzten und mal kurz Pause machen kann; oooder, man beobachtet einen extrem aktiven Opa beim Sport. Ich sage nur, Springseil-Action!
Dann sollte es eigentlich schon wieder nach Hause gehen, eigentlich. Aber wie sollte es auch anders sein, ich verlief mich total und wurde komischerweise trotzdem nach Wegbeschreibungen gefragt (Fehlanzeige). Bei meinem Umweg stolperte ich über Aldi, landete fast in einem Zirkuszelt und weiß jetzt auch wo die nächste Bar, der Puff und die Suchtberatung ist.
Ich glaub damit kann ich den ersten Tag ziemlich erfolgreich abhaken, mal gucken was noch so passiert.
Kommt mal wieder vorbei und lest alles über meinen Start in Hamburg.
Liebe Grüße, Katrin
Willkommen zum meinen Blog aus der Weltstadt Hamburg. Hier wird's bestimmt chaotisch zu gehen, aber genauso wird wohl auch meine erste Zeit hier sein.
Kommt also rein und macht es euch bequem, let the games begin.
Nach einer ewigen Fahrt mit gefühlten fünf Stunden Stau, kam ich also gestern Nachmittag endlich im beschaulichen Wandsbek an, mein neues zu Hause.
Nachdem die Koffer, Kisten, das Fahrrad, die Gitarre und Fressalien ausgepackt waren, schmiss ich nach einer Runde Eis meine Eltern raus und kam in Hamburg an.
In 13m² kann man so einiges unterbringen, deshalb verbrachte ich den ersten Abend mit dem Einrichten meiner eigenen vier Wände und feierte den Einzug mit einem Batzen Nudeln.
Sonntag sollte ganz im Zeichen der Entdeckung stehen, also packte ich nach dem Frühstück ganz Touri-mäßig meinen Neustädtlerplan und die Regenjacke ein, um mit dem Rad mal die Gegend zu begutachten.
Aber halt! Das wäre ja zu einfach gewesen. Mein Fahrradschloss entschied kurzerhand zu streiken und ließ sich leider auch nicht mit Mamas Tipp "Versuch's mal mit Butter!" öffnen. Nebenbei fiel gleich noch das Rücklicht ab, aber hey, Fahren ging ja eh nicht.
Dann also zu Fuß.
Auf dem Weg zum viel versprechenden Moor fielen mir direkt ein paar Sachen auf. Als Landei kamen mir zwar schon die Hausnummern bis 200 komisch vor, aber es scheint zum guten Ton zu gehören, die Hausnummer mindestens dreimal irgendwo auf dem Grundstück zu präsentieren. Die Nummer 160 konnte man gleich viermal im Vorgarten finden, das ist wohl ne ziemlich coole Nummer.
Und noch was, ich muss euch enttäuschen, die Leute sagen nicht Moin. Sie sagen Hallo oder einfach gar nichts.
Auf dem Dorf wird man praktisch verstoßen, wenn man nicht jeden grüßt, hier muss ich mir das verkneifen.
Ziemlich schnell fand ich dann das Jenfelder Moor, wo man sich schön hinsetzten und mal kurz Pause machen kann; oooder, man beobachtet einen extrem aktiven Opa beim Sport. Ich sage nur, Springseil-Action!
Dann sollte es eigentlich schon wieder nach Hause gehen, eigentlich. Aber wie sollte es auch anders sein, ich verlief mich total und wurde komischerweise trotzdem nach Wegbeschreibungen gefragt (Fehlanzeige). Bei meinem Umweg stolperte ich über Aldi, landete fast in einem Zirkuszelt und weiß jetzt auch wo die nächste Bar, der Puff und die Suchtberatung ist.
Ich glaub damit kann ich den ersten Tag ziemlich erfolgreich abhaken, mal gucken was noch so passiert.
Kommt mal wieder vorbei und lest alles über meinen Start in Hamburg.
Liebe Grüße, Katrin
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