Heute Abend sollte es ins Kino gehen.
Ich hatte bei der Leveleinteilung eine total nette Schweizerin getroffen und wollte mich mit ihr in "Super 8" wagen. Wer mit mir schonmal im Kino war weiß, dass ich einen Film niemals ohne M&Ms sehen würde, also musste vorher ein kleiner Stopp im "Aktivmark" gemacht werden.
An der Schlange wurde meine Geduld direkt auf eine Probe gestellt. Die gute Frau vor mir, hatte eine, anscheinend mysteriöse, Salatsorte eingekauft und weder sie noch die Dame an der Kasse wusste den Preis.
Eigentlich keine große Sache, nur handelte es sich bei der Sorte eindeutig um Mangold und die Kassiererin sagte immer wieder: "Ich muss wissen was das ist. Ich muss wissen was das ist." Jaaaaa verdammt, es ist Mangold!
Die Kunden entschied sich dann kurzerhand einfach Salatherzen zu kaufen, ist ja auch fast das gleiche. Den Preis wusste die Kasse zum Glück.
Mit meinem Süßkram ging es dann ab in die U-bahn. Dort bekamen alle Fahrgäste ein Privatkonzert von ein paar extrem coolen Kids,in dem Stil: Bushido lässt grüßen. Musik laut an und quatsch einfach mit, ist doch egal was der Typ eigentlich sagt.
Irgendwann kam ich endlich beim Cinemaxx an und wir konnten uns auf den Film freuen.
Aber erstmal kam Werbung, viel Werbung. Gute 20min wurde man mit Werbeslogen und Trailern berieselt, in denen mir erstmal erklärt wurde, dass in der Schweiz Kino anders läuft.
Dort geht man ins Kino, hat 2min Werbung, sieht ca. eine Stunde vom Film und hat dann eine Pause.
Eine Pause! Die Schweizer mögen es bequem. "Man hat ja Zeit.", meinte F.
Nach einem wirklich unterhaltsamen Film, bei dem uns mehrmals die Ohren wegflogen und wir (Angsthasen!) doch ab und zu mal aufschrieen, schlenderten wir noch ein bisschen durch die Straßen und landeten bei Nancy.
Die gute Nancy in Künstlerin und hielt in ihrer Galerie eine Vernissage ab, bei der es, neben den vielen Bildern von nackten Frauen, auch noch eine Jazzband gab. Also nichts wie rein in die gute Stube und mal schauen wie's da drin aussieht.
Die Band war wirklich sehr gut, obwohl der Bassist so aussah, als würde er ziemlich Schmerzen aushalten müssen. Der Pianist war total entspannt und der Frontman ging mit der Posaune unterm Arm erstmal zu seiner Frau rüber und begrüßte jeden Gast persönlich. Irgendwann landeten F. und ich wieder in der U-bahn und waren uns einig, dass Hamburg schon eine ziemlich coole Stadt ist. Auch wenn man sich ständig veriirt, hoffenlos überfordert ist und oft gar nicht weiß wie einem geschieht, trotzdem: Solche Abende wie heute, erlebt man nicht in jeder Stadt.
Ich hoffe ihr habt ein großartiges Wochende und liebe Grüße,
Katrin
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