Langsam, gaaanz langsam pendelt sich hier in Hamburg der Alltag ein. Nicht, dass es irgendwie langweilige werden würde, aber man gewöhnt sich allmählich an die langen Tage. Die Kondition wird auf jeden Fall besser.
Leider macht im Moment das Immunsystem bei einigen Leuten hier schlapp, so dass viele Kurse oft unterbesetzt sind und Halsschmerztabletten gelutscht werden wie Bonbons.
Ich halte trotzdem tapfer durch, auch wenn ich nach unserer Weinverköstigung gestern nicht allzu viel Schlaf bekommen hab. Da ich nicht unbedingt den Wunsch verspürte, auf einer Parkbank oder in der Ubahnstation zu schlafen, habe ich bei S. geschlafen und musste dann leider heute morgen wieder um 8Uhr raus, damit ich noch nach Hause und meine Sachen packen konnte.
Bis zu diesem Zeitpunk grade, hat mir der Schlafmangel heute zum Glück keine Probleme gemacht, denn insgesamt hatte ich einen super Tag.
Es ging mit sechs Mann weniger in Sprechtechnik los. Da lernt man ja immer wieder neue Kuriositäten über die deutsche Sprache, wie zum Beispiel, dass die Distel wirklich mit kurzem i ausgesprochen wird.
Also nicht (Lautschrift-mäßig) Diestel, sonder Disstel. Auch Rephuhn und Mystik sprechen wir alle falsch aus, DU also bestimmt auch.
Ballett fand ich heute sehr gut. Man konnte richtig die Entwicklung spüren und bei der Geschenkeübung uns bestimmt die Freude über den Weihnachtsmann direkt ansehen. Auch unsere schwerste Übung hat heute zur Abwechslung mal ordentlich funktioniert.
Unser Kurs wurde durch einen Absolventen ergänzt, der schon an der Staatsoper getanzt hat, welcher aber trotzdem unseren einfachen Walzerschritt nur mit Mühe lernte. Einen gestandenen Tänzer ein kleines bisschen irritiert herumtippeln zu sehen, ist schon extrem witzig.
In Liedinterpretation ging es heute hoch her, eine reinste Gefühlsachterbahn.
Es fing alles lustig an, mit "Puttin' on the Ritz". Da wurde geschnippst, gezickt und die perfekte Stellung gesucht. Danach wurde es allerdings ziemlich dramatisch.
Ich führe das jetzt nicht weiter aus, weil man in diesem Fach wirklich sein inneres Gefühlschaos vor allen entwirren muss und ich das nicht im Internet schreiben möchte.
Lasst mich soviel sagen: Wir haben heute alle viel gelacht, nachgedacht, ein bisschen geweint und besonders viel gelernt. So sollte ein guter Schultag sein.
Hoffentlich seid ihr, in der Mitte der Woche, fit und habt noch einen schönen Abend.
Liebe Grüße,
Katrin
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