Mittwoch, 30. November 2011

Honig und Husten im neuen Heim

Home Sweet Home.
Ich bin tatsächlich letztes Wochenende umgezogen und sitze jetzt in meinem neuen zu Hause.
Direkt in der Hamburger Altstadt mit Blick auf Kirchen und geschmückte Einkaufsstraßen habe ich mich jetzt halbwegs eingerichtet und genieße........eine nette Erkältung. Super!
Nachdem am Wochenende viel geputzt, gestapelt und geschleppt wurde, sieht alles schon viel besser aus als vorher und vorher bedeutet mega dreckig.
Auch wenn meine liebe Mitbewohnerin die Motivation zum Putzen hat, die Ergebnisse lassen dennoch zu wünschen übrig. Da jetzt aber unser Haushalt um einen Staubsauger, Wischmob, Besen und allerlei Putzmittel erweitert wurde, blicke ich dem ganzen optimistisch entgegen. In meinen netten 16m² stehen immernoch die meisten Kisten und Tüten herum, denn jederman weiß, Madame reist nur noch in Plastik.
Mal ehrlich, alle Sachen in Koffer und Kisten zu packen ist eindeutig zu umständlich, also wurden die meisten meiner Habseligkeiten einfach in Aldi, Penny und Edeka verstaut. Es hat ihnen nicht geschadet.
Ziemlich genau seit dem Beginn des Umzugs schniefe und huste ich nur noch, so dass die Woche bis jetzt eher ruhig in der Schule verlief. Kein Tanzen, kein Singen, viele Taschentücher, viel trinken. Meine Einzelgesangsdozentin hat mich am Dienstag erstmal ein bisschen ausgelacht, als ich so verschnupft ankam und schmunzelte in der oberen Lage nur noch. Dafür das ich krank bin, gings trotzdem einigermaßen, so dass wir einfach musikalische Erarbeitung mit seuseln gemacht haben, sie nennt es: markieren.
Jetzt versuche ich mit viel Tee und Honig meiner Stimme wieder Leben einzuhauchen, damit ich nächste Woche wieder rein hauen kann und hoffe, dass der Muskelkater nicht zu schlimm wird. Aus Erfahrung weiß ich, dass eine Woche nichts tun, schon einen enormen Unterschied macht, außerdem muss ich in Jazz einige Schritte nachholen. Was ich mir jetzt holen werde, ist ein Mütze Schlaf und eine Aspirin.
Ich hoffe bei euch ist alles soweit.
Alles Liebe,
Katrin

Sonntag, 20. November 2011

Kaum zu glauben, ist aber so

ICH ZIEHE UM!!!!
Wer hätte damit noch gerechnet? Nach ewigem Suchen, Hin und Her, Vor und Zurück, hundertden von Emails und schwerer Frustration, packe ich meine sieben Sachen und ziehe in einer 2er WG.
Meine neue Mitbewohnerin ist Chinesin und hat selber letztes Jahr ihren Abschluss an der Stage gemacht, so bin ich auch nur an das Zimmer gekommen. Wir haben die gleiche Gesangsdozentin und da kommt eines zum anderen...Connections Baby!
Um ehrlich zu sein, ist die Wohnung alles andere als traumhaft und hat mich eigentlich nur wegen der extrem günstigen Lage gereizt, denn ab Dezember bin ich in 15min in der Schule. Dann werde ich das totale Cityleben kennen lernen, noch zentraler geht's net. Den eher altmodischen Möbel im Zimmer, dem volle Schrank und der nicht unbedingt sauberste Küche, werde ich dann auch an den Kragen gehen und ab nächstem Jahr, kann man dann bestimmt mal Gäste empfangen ;)
Schule ist ansonsten so wie immer, super und anstrengend. Trotzdem haben wir im Unterricht und den Pausen immer ne Menge Spaß, vielleicht auch mal ein bisschen zu viel. Sprechtechnik wird langsam zu einem einzigen Insider und jeder der von außerhalb kommen würde, müsste uns wohl in die Klapse schicken. In Ballett und Jazz wird immernoch freudig geschwitzt und langsam wenden sich die Erstklässler ihrer Choreo zu, die muss nämlich nach den Weihnachtsferien fertig sein.
Ach jaaaaaaa, Weihnachten!!! Wem es entgangen seien sollte, in einer Woche ist der erste Advent und das Jahr neigt sich dem Ende zu. Hier wird der Weihnachtsmarkt aufgebaut und die Innenstadt geschmückt, die Bäume sehen sehr kahl aus und die Wintermäntel werden ausgepackt. Wir werden in der Schule vor Weihnachten eine passende Präse haben, wo wir auch mit dem Chor eine nette Nummer machen werden und in der neuen Wohnung kann ich dann auch mal etwas festlich dekorieren.
Ich hoffe bei euch ist alles tip top und liebe Grüße,
Katrin

Montag, 31. Oktober 2011

Liebe, Lachen und leere Schränke

Da ich grad erfahren habe, dass Sprechtechnik heute morgen ausfällt, nutze ich die freie Zeit für den Blog.
Hallo, wie gehts euch? War ja etwas länger nicht mehr hier.
Ich hatte wieder eine super lustige, lange Woche, allerdings muss ich gestehen, dass ich am Montagnachmittag zwei Kurse streichen musste. Mit Kopf- und Bauchschmerzen zu Steppen erschien mir wenig sinnvoll, so entging ich dann auch der Standpauke, die es von Marco gab. Hoffentlich zahlt sich das Üben heute aus und er ist zufrieden.
Dafür gab's dann am Dienstag fleißige Monologarbeit, die so halbwegs funktioniert hat, aber wir Loser in E dürfen das wohl :)  Weiter in Jazz und Pilates lief es dann wie gewohnt, also es lief. Allerdings macht es langsam keinen Spaß mehr, bei Windböhen und nassen Haaren, Gebäude zu wechseln. Ich sage nur: Sanddornsaft!
Mittwoch und Donnerstag standen dann in Sprechtechnik und Schauspiel ganz im Zeichen der Liebe. Lauter Liebeserklärungen wurde untereinander ausgeteilt und alle fühlte sich danach super. So fängt ein Tag doch gut an. Leider erlitt ich in Sprechtechnik einen Lachanfall der besonderen Art und hüpfte auf dem Gymnastikball erstmal ein paar Minuten unkontrolliert durch die Gegend. Mein Bauch hat danach ziemlich weh getan, aber das Wort Kreuzzug, hat mich einfach total aus dem Konzept gebracht. Warum, kann ich auch nicht sagen.
In Ballett gab's von unsere Vertretungsdozentin dann ein Lob für unsere super Arbeitshaltung (ahaa) und meinte, dass wir in 2Woche schon echte Fortschritte gemacht hätten. Ich werde ihre komische Handbewegungen und die akustische Untermalung von ihr vermissen, aber heute ist hoffentlich Carina wieder da.
In Schauspiel durften wir uns dann auch noch an eine Miniszene ranwagen, die wir aus ein paar vorgegebenen Sätzen basteln mussten. Ich durfte die miese Tusse sein, die ihren Freund betrogen hat und von ihren Freundinnen dafür erstmal angemacht wurde. Der Subtux muss ja klar sein, und nein ich war nicht schwanger, das war nur das Trotzkissen.
Donnerstagabend ging es das noch in die Schanze, da die gute Yara jetzt Teenie mehr ist. Nach einer Runde Tequila in der Katze, ging es dann zu einem Benefitz-Konzert mit Open-Mic Performance und echt guten Beats. Alle waren gut drauf, die Band war cool und von den Ausdünstungen hätte man vermutlich high werden können. Danach noch ein Stück Pizza, ein super Abend.
Am Freitag war morgens Präse, bei der auch das erste mal zwei Mädels aus unserem Jahr dabei waren. Echt mutig, wie ich finde, sie haben es super gemacht. Danach noch auf einen Happen zur Campus Suite, eine Runde Chor für die Kommission und dann ging es Richtung Heimat, um ein echt witziges und mit Essen gefülltes Wochenende zu verbringen.
Als ich dann gestern Abend wieder in HH ankam, musste ich mit Schrecken feststellen, dass das Bad leer war. Also normalerweise sind die Ablageflächen und Schränke vollgestopft mit Sachen und eigentlich ist nirgends Platz. Jetzt steht da nur noch meine Zahnbürste und Shampoo, alles sehr mysteriös. Ich werde das im Auge behalten :D
Ich hoffe euch geht es gut und ihr hattet eine schönes Wochenende.
Alles Liebe, Katrin

Samstag, 22. Oktober 2011

Schokoeis mit Makrele

Und schwups, die erste Schulwoche ist wieder rum.
Ich habe die Vermutung, dass vielleicht jemand an der Uhr rumgeschraubt hat, denn so schnell
kann eine Woche gar nicht vorbei sein.
Der Montag ist schon eine Ewigkeit her und die Schokoeispackung haben wir doch schon letzte Woche verputzt oder?? Nein, es ist einfach nur wieder der normale Wahnsinn zurück, mit all seinen Schönheiten und Tücken.
Ich habe in den Ferien nicht wirklich gemerkt, wie sehr mir die Schule gefehlt, aber wenn man dann wieder die Treppen hochläuft und die ganzen anderen Verrückten sieht, weiß man ganz genau warum man in Hamburg ist. Weil man es liebt. Ich hab die Leute an der Stage echt liebgewonnen und verbringe so gern Zeit mit ihnen, aber auch der Unterricht ist immer noch super, wie am ersten Tag. Sprechtechnik ist und bleibt witzig, versaut und ziemlich mühsam und ich glaube kaum ein Fach ist so anspruchsvoll wie Ballett. Jazz, Steppen und Pilates bringen dich immer zum Schwitzen und ob ich jemals die Komplexität der richtigen Gesangstheorie oder von Schauspiel verstehen werde, sei mal dahin gestellt.
Es macht einfach alles so unglaublich viel Spaß, dass ich nicht weiß, was ich sonst machen sollte.
Wenn ich daran denke, dass ich erst seit 3Monaten in Hamburg bin und noch im März mein Abi geschrieben habe,....Wo ist die Zeit geblieben (Oma lässt grüßen)??
Trotzdem ist diese Woche besonders fix vorbei gewesen, aber auch besonders anstrengend und voll gepackt.
So geht es auch an meinem Wochenende weiter, frei nach dem Motto: Wer rastet, der rostet.
Außerdem werde ich langsam zu einem Schmarotzer, denn ich hab in nur 6 Tagen schon bei 3 verschiedenen Leuten geschlafen (Großstadtschlampe eben) und mag langsam gar nicht mehr alleine frühstücken.
Am Donnerstag ging es mit ein paar Mädels zu Game Ove & die Spielfiguren, was echt cool war.
Witzige Texte, gute Unterhaltung, nette Leute und eine warme Makrele, das nenne ich einen gelungenen Abend.
Nach einem gemütlichen Abend mit Merle gestern, geht es gleich nochmal ab in die Europa Passage um Winterjacken zu ergattern und danach weiter ins Thalia zur Arbeit. Es gibt mal wieder eine Premiere und ich hoffe sehr, dass ich nicht bis halb 3 bleiben muss, da morgen mein lieber Bruder auf der Matte steht.
Gut das ich keine Langeweile habe und ihr hoffentlich auch nicht :)
Ich wünsche euch ein schönes Wochenende und liebe Grüße,
Katrin


Donnerstag, 13. Oktober 2011

Ich lebe noch

Miss Chaos back in town! (Zitat woraus??)
Nach dem ich den Anfang meiner Ferien mit Arbeit vollpacken konnte, ging es dann erstmal für ein paar entspannte Tage zurück nach Hause auf's Land. Nach Zuckerrübentreckern, Abschiedsparty, Omas Geburtstag und leckerem Frühstück, bin ich jetzt wieder in der Hafencity angekommen. Dazu muss ich sagen, dass die Fahrt ein ziemlich Spaß war, vier Kerle und Klein-Katrin dazwischen. Mit Thomas, Janes, Fabian und einem Buchhalter (ich hab den Namen vergessen) konnte man sich extrem gut die Zeit vertreiben, was vielleicht daran lag, dass ich fast ununterbrochen reden musste und es zu meiner Aufgabe machte, die Berufe bzw. Studiengänge der anderen zu erraten. Leider war meine Quote nur einer aus vier richtig, aber wer kommt schon auf solche Sachenn? Psychologie, Buchhalter, Heilkrankenpflege und Beratung für Naturkostläden.
Gegen halb 11 war ich dann wieder im trauten Heim und was gibt es denn schöneres, als von einer heulenden Blondine auf der Treppe begrüßt zu werden und eine Minute später zu bemerken, du hast nichts zu Essen im Haus?? Ich glaube besser geht es nicht. Nach einem verpennten Vormittag, weckte mich dann heute die Sonne und ich begab mich erstmal zum Aldi meines Vertrauens, um meinen Lebensmittelvorrat wieder auszufüllen. Süßigkeiten werd ich wohl die nächsten Tage nicht kaufen müssen, denn meine Oma hat für Nachschub gesorgt. Danke! Durch meine minimalistischen Einkaufskünste durfte ich dann an der Kasse genau 7,77€ zahlen, was den Herren hinter mit in der Schlange dazu verleitet folgendes zu rufen: "Sie gibt einen AUS!!!"  EEhhmm ja,....ne.  Kurz nachdem ich meinen Batzen Nudeln verspeist hatte, erhielt ich dann die Nachricht, dass ich heute doch nicht zur Arbeit muss, was bedeutet, dass ich auch noch zu Hause hätte bleiben können, Pech gehabt. Irgendwann hatte ich dann auch keine Lust mehr nur drinnen zu hocken und machte mich mit der neu erworbenen Ausgabe von "Stolz und Vorurteil" auf in den botanischen Garten. Nur um festzustellen, dass die Temperaturen deutlich gesunken waren und ich es grade mal eine Stunde auf der Parkbank aushielt. Wieder ins Bett gekuschelt, setzte ich mich an den Laptop und schrieb mal wieder einen Blog.....ach ja, da bin ich grad.
Ich kann auf jeden Fall sagen, dass die Marienkäferinvasion, mit der ich mich noch vor einer Woche rumkämpfen musste, überstanden ist, obwohl bis vor 5min noch einer auf mir rumkrabbelte. Die 15 Stück, die aber sonst an meinem Fenster hingen sind...tja, tot. Um heute nicht den ganzen Abend im Zimmer zu hocken, werde ich mir wohl Hamlett im Thalia anschauen, um schon mal wieder ins Schauspiel reinzukommen.
Oder ich futtere mich mit Schokolade voll und schaue mir ne Dvd an, wer weiß.
Ich hoffe ihr habt eine schöne Woche gehabt und freut euch schon auf das Wochenende.
Liebe Grüße,
Katrin

Dienstag, 4. Oktober 2011

Ferien = Arbeit

Und auf einmal sind Ferien!!!
Sehr verdient muss ich dazu sagen, denn diese langen Schultage schlauchen dann doch ganz schön.
Ich hoffe wirklich sehr, dass ich jetzt keinen Roman verfasse, da es ja schon wieder eine Woche her ist, aber ein paar Sachen sind ja dann doch passiert.
Die letzte Schulwoche ging super fix rum.Am Montag gab es wieder Steppen bei unserer Britin Lucy, die extrem cool ist und echt schnelle Combis macht. Dienstag war leider unsere Jazzdozentin krank, deshalb wurden wir in andere Kurse gesteckt und so fühlten wir uns mit Jazzpants und ordentlichen Haare ein bisschen fehl am Platz, als die anderen alle mit Leoparden-Tops, Schlapperhosen und HipHop ankamen.
Mitwoch durften wir dann in Liedinterpretation ein paar Durchbruchtalente hören, am Donnerstag wagte ich mich in Repertoire mal wieder ran und war eigentlich auch ganz zufrieden mit dem Endergebnis. An dem selben Abend hatte ich den genialen Einfall mit dem Fahrrad einkaufen zu fahren. Noch genialer war die Idee, Wasser zu kaufen, die Tüte in meinen Korb zu stellen, so dass er mein Licht verdeckte und ich komplett aus dem Gleichgewicht gebracht wurde. So kam es, dass ich dann auf dem Edeka-Parkplatz am Bordstein vorbei schlitterte und wirklich sehr Glück hatte, dass ich nicht hingeknallt bin. Der nette ADAC-Mann erkundigte sich dann auch noch, ob alles in Ordnung sei und ich entschied mich dafür, erstmal das Rad zu schieben.
Freitag war dann Großkampftag angesagt, mit Präse, Orga-Treffen, Chor. Bei der Präsentation erinnerte uns die Kommission freundlicherweise nochmal daran, dass die Ferien gut zum Aufarbeiten von Verpassten genutzt werden können, unsere Ballettdozentin sagte nur "Trainiert und dehnt euch jeden Tag." und in Schauspiel dürfen wir einen Monolog und ein Gedicht erarbeiten. Achja, und arbeiten soll man auch noch.
Im Thalia Theater lief das ganze Wochenende der Faust-Marathon und ich durfte deshalb Freitag, Samstag und Montag jeweils 9-10Std. arbeiten. Yeah me!!!
Außer der der Tatsache, dass die Füße einfach sehr litten und man extrem viele Kisten hin und her schleppen musste, kann ich mich aber nicht beschweren. Die Bezahlung war gut und die Mitarbeiter noch besser.
Freitag stand ich mit Brian draußen an der Bar, Samstag mit Florens im Mittelrang, Montag war ich Springer. Alle sind super nett und in den ganzen Ablauf kommt man auch schnell rein. Eine Weisheit hab ich an diesem Wochenende schon gelernt: "Wellpappe ist die beste Erfindung, nach geschnittenem Brot!", was soll man dem noch hinzufügen?
Mal ganz kurz, ich weiß nicht wieso sich in diesem Haus die Tiere vermehren wie sonste was, aber grade sitzen mindst. 3 Hunde im Flur und geben ein Konzert. Dazu kommt ja noch die Katze Fienchen, die sich auf unbestimmte Zeit hier einquartiert hat und auch gerne mal durch mein offenes Fenster reinschlüpft, Vierbeiner gibt's hier genug. Die Wohnungsuche ist leider immer noch erfolglos geblieben, ansonsten hätte ich schon einen kompletten Post nur mit: JAAAAA!!!! geschrieben.
Heute an meinem freien Tag ist leider das Wetter sind mehr so super, wie in den letzten Tagen (die ich ja drinnen verbracht hab) aber ich werd wohl trotzdem nochmal vor die Tür gehen. Heute werde ich nämlich mal über die Stränge schlagen und mehr als 10€ beim Einkauf ausgeben, dass hab ich mir verdient.
Ich hoffe ihr hab das lange Wochenende genossen und habt eine schöne Woche.
Alles Liebe, Katrin

Sonntag, 25. September 2011

Kellnern, Katzen und Kartenreichen

Und schon wieder ist der Sonntag da und ich bin natürlich morgens um 9Uhr schon wach um den Blog zu schreiben. Warte, was?! 9uhr??
Ich weiß auch nicht, was im Moment mit meinem Schlafrhythmus los ist. Dabei war ich gestern Abend erst um kurz vor eins zu Hause, aber was soll's, so schaffe ich wenigstens mal was.
Am Donnerstag ging es mit mir total durch und ich wollte aus irgendeinem Grund zweimal Jazz mitmachen. Dazu muss ich jetzt sagen, dass man schon nach einer Klasse ziemlich fertig ist, aber an dem Tag hatte ich zu viel Energie über, selber Schuld.
Nach einem langen Tag ging es trotzdem noch mit der Yara wieder zu einer Wohnungsbesichtigung. Die Wohnung war wirklich super schön und groß, mal gucken ob sich bei uns einer von den Kollegen meldet :)
Freitagvormittag ging es ab zum Probearbeiten in einem sehr chicen Laden , direkt an der Michaelisbrücke (ich weiß immer noch nicht, ob ich einfach den Namen erwähnen kann). Nach einer kurzen Einweisung ging es dann eigentlich auch schon los und ich musste alles machen, außer Bestellungen aufnehmen. Dazu muss ich sagen, dass das Tischsystem absolut sinnlos ist. Die Tisch 1-10 stehen super in einer Reihe, dann springt man nach links in Ecke, da steht die 15 und muss dann in Richtung 10 bis 17 hochzählen, die 14 steht im Raum. Waaaaaaaaaa??
So kam es, dass ich die Küchencrew immer doppelt fragen musste wo das Essen hingeht, was sie natürlich überhaupt nicht genervt hat und ich auch immer wieder zum Tischplan rennen musste, aber gut, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Wie weise ich morgens schon bin :)
Als ich abends dann abends mit Rückenschmerzen ins Bett wollte, gab es noch eine kleine Überraschung, vor meiner Tür saß eine Katze.
Ich war wirklich etwas verwirrt, da wir bis jetzt im Haus eine Chiwawa-Dame hatten, aber keine Mieze und zweifelte deshalb kurz an meinem Verstand. Es war niemand da, ich wusste nicht wo sie herkam, ob sie jemandem gehört. Ich wusste nur, dass ich sie tierisch süß und sehr laut maunzen konnte und mein Zimmer unglaublich toll fand. Als Katzenliebhaberin musste ich ihr dann erstmal ein bisschen Käse geben, den sie galant ablehnte, aber an dem Hundefutter gefallen fand. Irgendwann wurde es dann wieder stiller, aber ab jetzt haben wir wohl eine Katze im Haus.
Gestern ging es dann zu einer Freundin Pizza futtern, sehr lecker, und dann direkt wieder Kellnern.
Abends ist es nochmal eine andere Geschichte als Mittags, da es eine ellenlange Weinkarte gibt und ich die meisten Speisen auf der Karte noch nicht mal aussprechen konnte. Da in dem Laden ja nur die Elite speist, werden Gerichte wie Ziegenkäsetarte, Kartoffel-Champagner-Süppchen, Entenleberparfait und Creme brûle serviert, Standardmäßig aber auch das gute Schnitzel.
M. war an dem Abend Oberchefe und auch echt super nett, allerdings kann man sagen, dass im Laufe der Schicht M. gegen Ende immer genervter wurde (sie hatten den Tag zuvor erst um 5uhr Schluss) und E. eher umgänglicher., Kat. ist durchweg immer nett und in den Barman M. hab ich mich direkt verliebt.
Er ist so ein cooler Typ: Autor, Koch, Filmemacher, Barkeep und sehr lustig noch dazu. Da durfte ich dann beim Gläser trocknen auch einen Schluck Weißburgunder probieren, wir mussten aber feststellen, dass der Altersunterschied von 33Jahren dann doch etwas zu viel ist.
Nach mehr als fünf Stunden und viel zu wenig Essen, konnte ich mich dann um halb 12 an die Bar setzen, gutem Blues lauschen und leckere Penne mit Pfifferlingen in Rahm verputzen. Ich sage euch, der Job würde sich schon lohnen nur um so gut Essen zu können.
Da die S-Bahn ziemlich auf sich warten ließ, war ich dann, nach einem anstrengenden aber auch schönen Abend, gegen 1Uhr zu Hause. Ob ich den Job jetzt hab oder nicht, weiß ich leider immer noch nicht, weil Tim natürlich wieder nicht im Laden war, die Probestunden bekomme ich aber bezahlt, so viel ist sicher :)

So jetzt habt ihr mal wieder einer ausführlicheren Blog von mir, bei euch ist hoffentlich alles klar.
Liebe Grüße, Katrin

Mittwoch, 21. September 2011

Die Haare!

Ich habe ganz vergessen zu erwähnen, dass ich jetzt nebenbei auch persönlich Haarkämmerin bin und der lieben Merle fast jeden Tag die Haare kämmen darf. Dazu kommt auch Kopftkraulen, je nach Bedarf.
Sie ist wie eine kleine Katze, schnurren tut sie auch manchmal :)

Sprechtechnik, mal anders

Was für ein schöner Wochenstart.
Ich denke am Montag hatte ich wohl die amüsanteste Sprechtechnikstunde überhaupt. Es ist bei uns eigentlich normal, dass nach und nach die meisten Ausdrücke nur noch doppeldeutig sind, aber Montag war der Höhepunkt.
Alles fing mit dem üblichen Abklopfen und Brummen los. Hecheln, Gähnstellung, Zungenakrobatik, the usual.
Dann hatte Vera aber die geniale Idee, Übungen für den Stimmsitz zu machen und den Ball dafür zu benutzen. Es kann sein, dass ihr es nicht so witzig findet wie ich, aber das ist mir grade ziemlich egal.
Für die Übung wurde dir ein Gymnastikball geben, den du zwischen dich und eine Wand klemmst.
Dabei musst immer schön gleichmäßig die Hüfte nach vorne bewegen und aus einem sehr unterhaltsamen Buch vorlesen. Jede Silbe bekommt dann einen "Stoß" und wenn es dann in dem Buch eigentlich nur um Sex und Schwangerschaften geht, wird es schon sehr schwer ernst zu bleiben. Ich hatte das Vergnügen folgendes vorzulesen: "Du bist ein Schwanzgenosse, du denkst mit ihm. Schau ihn dir an! Er trägt eine Generalsmütze und Stammesbommel." Und dabei immer schön den Ball anmachen, irgendwann ging es nicht mehr vor Lachen. Auch sehr beliebt: "Ich schlafe gern mit dir, aber ich würde auch gerne etwas fühlen."
Es ist nicht so, dass dieses Buch für Sprechtechnik geschrieben wurde, um Schüler extra schnell aus dem Konzept zu bringen. Nein, unsere Dozentin ließt so etwas privat, schöne Lektüre nicht wahr??
Montag hatten wir auch eine sehr coole, britische Stepp-Vertretung. Keiner weiß, wie die gute Frau heißt, sie hat es auf jeden Fall richtig drauf und macht sehr coole Stepp-Kombis, wenn auch echt schnell und nicht unbedingt einfach. Gestern bei Pilates musste dann wieder alles "Hoch!!", heute konnten wir uns über die Jungs im Ballett lustig machen und alles geht so seinen Gang.
Diese Woche werd ich mir noch zwei Wg-Zimmer anschauen und am Freitag zum Probearbeiten gehen.
Könnte also möglich sein, dass ich am Ende dieser Woche einen Job und eine Wohnung hab, also drückt mir die Daumen.
Ich hoffe allen geht es super und liebe Grüße,
Katrin

Sonntag, 18. September 2011

Spinnenalarm

Eigentlich mag ich mein kleines, feines Zimmer sehr. Es hat einen schönen Ausblick zum Garten, ein bequemes Bett und schöne Vorhänge. Allerdings kämpfe ich schon seit Anfang an mit achtbeinigen Gästen.
Immer wieder findet man eine Spinne in der Ecke sitzen, vorzugweise über meinem Kopfkissen.
An einem Abend hatte sich, ein besonders schönes Exemplar, in Richtung Bett eingenistet und ich musste mit dem Kopf am Fußende schlafen. Auf Tuchfühlung wollte ich mit dem Vieh dann doch nicht.
Letzte Woche faste ich mir dann ein Herz und entsorgte erstmal 2-3 Kerlchen nach draußen, aber anscheinend
ist mein Zimmer ein beliebter Brutplatz.
Erst gestern Nacht konnte ich eine Spinne unwiderstehlich langen Beine beobachten, wie sie meine Zimmerwand hochlief. Heute morgen lächelte sie mir dann von der Decke entgegen und ist jetzt wieder spurlos verschwunden. Das macht mich immer etwas nervös, wenn ich nicht weiß wo sie sind, aber weiß, dass sie da sind.
Ich bin nicht unbedingt jemand, der totale Angst vor Spinnen hat, trotzdem gehören sie nicht zu meinen Lieblingstieren und ich habe relativ ungern welche in meiner Nähe.
Es wäre allerdings schon witzig Jasmin mal einzuladen, die arme hat schreckliche Angst vor den Krabbeltieren und würde wahrscheinlich den Schock ihres Lebens bekommen.
Ich hab mir grad ein WG-Zimmer angeschaut und darf also nächste Woche gespannt sein, ob man mich dort einziehen lassen würde. Mir hat's schon ganz gut gefallen, die Lage wäre auf jeden Fall genial.
Ich hoffe ihr hattet ein schönes WE. Heute mal kurz, aber dafür ein Blog ;)
Liebe Grüße, Katrin

Samstag, 17. September 2011

Monat 1 ist geschafft!

Meine Güte, wie die Zeit vorbeifliegt.
Gestern vor einem Monat war der erste Schultag und trotzdem fühlt man sich schon so, als wäre man eine halbe Ewigkeit an der Stage.
In ziemlich genau zwei Woche haben wir auch schon Ferien und alle können mal ein bisschen durchatmen.
Durchatmen war bei mir im Moment nicht so unbedingt möglich, da neben dem normalen Wahnsinn jetzt auch noch Job- und Wohnungsuche dazukommen.
Jeden Tag verschicke ich mindst. fünf Mails an Vermieter und im Durchschnitt antwortet einer aus fünf, dass ist so motivierend. Gestern hab ich mir mit der Yara und ungefähr 25 anderen Leuten eine 2-Zimmerwohnung angeschaut und morgen werd ich Gabi und Jonathan einen Besuch abstatten.
Außerdem habe ich bei einem echt netten Restaurant ein Probearbeiten ergattert und durfte mir erstmal Trauerklamotten zulegen, denn der Dresscode ist schwaaaaaaarz. Ich hoffe sehr, dass ich mich nicht zu dämlich anstelle und den Job kriege, dann wäre eine Sache von der Liste gestrichen.
Heute hab ich einfach mal den Vormittag im Bett verbracht und hatte dann später das Vergnügen, wie ein altes Waschweib vor einem Waschsalon zu kampieren und mit Yara japanische Süßigkeiten zu futtern.
Danach gings noch in die Hamburger Meile, in der es echt viel zu viel leckeres, ungesundes Essen gibt und heute Abend gehts ins Kino "what a man" gucken.
Morgen muss ich dann mal unbedingt mein Schauspielbuch weiterlesen, denn ich hinke (wie früher schon in der Schule) ein paar Kapitel hinterher und dabei wollte ich eigentlich nicht mir der Gewohnheit weiter machen.
Zur Zeit ist das Wetter in Hamburg ausgewöhnlich schön, denn es ist trocken, deshalb werde ich mich wohl morgen mit meinem Buch in den botanischen Garten verkrümeln, da mein heldenhafter Vater meine Fahrrad von dem verbogenen Schloss befreit hat und ich jetzt auch Räder unterwegs bin.
Jetzt grade hocke ich auf meinem Bett und genieße, wie sollte es anders ein, eine Portion Nudeln.
Bei euch ist hoffentlich alles im Lot und ich weiß, ich weiß, im Moment schreibe ich echt selten.
Ich werden dran arbeiten, sobald hier ein paar Dinge geklärt sind.
Ich wünsche euch ein super Wocheende und liebe Grüße,
Katrin

Sonntag, 11. September 2011

Schlaflos in Seattle......oder Hamburg

Ja ich weiß, es ist schon wieder ein Weile her. Der Schulalltag spannt mich im Moment komplett ein, dazu kommen noch Wohnung- und Jobsuche, also habt bitte ein Nachsehen mit mir.
Die letzte Woche ist wieder sehr anstrengend und sehr gut gewesen. Jeden Tag lernt man wieder ein bisschen mehr über die Möglichkeiten, Fähigkeiten, Fehleinschätzungen und den Nachholbedarf.
So langsam kennt man auch schon seine "Leute", hängt gemeinsam auf dem Sofa rum, bummelt im Toom oder feiert auf dem Kiez. Das habe ich alles die Woche schon gemacht und muss sagen, alles richtig gemacht!
Auch wenn es wirklich Momente gibt, in denen man mit den Kräften am Ende ist, bekomme ich hier jeden Tag die Bestätigung, dass Hamburg die richtige Entscheidung war.
Schon allein, wenn man montags in Sprechtechnik alles falsch macht und im Steppen fast umkippt, weil uns Marco durch miese Sprünge scheucht. Wenn man Donnerstag völlig fertig nach Jazz und Pilates in Repertoire sitzt. Wenn man Freitagmorgen um 5Uhr von der Reeperbahn wieder kommt und Samstagvormittag in der Sauna schwitzt. Dann, und nur dann hat man alles richtig gemacht.

.......Wow, ich werd hier ja grade mal sehr tiefgründig. Eigentlich wollte ich ins Bett gehen, aber Mia meint bei voller Lautstärke und offener Tür Fernsehen gucken zu müsste, deshalb fällt mir das Schlafen schwer.
Ich bin außerdem sehr stolz auf mich, da ich grade (Premiere) selber eine Spinne aus meinem Zimmer entfernt habe. Das Krabbelttier hing ganz gechillt über meinem Bett und hätte im freien Fall direkt auf mir landen können. Ein Risiko, das ich nicht gewollt war einzugehen.
Am Samstag waren meine Eltern hier und wir haben richtig lecker bei Sonnenschein an der Alster gegessen. Außerdem gabs für eine Futtertation aus Tomaten, Brot, Eiern, Birnen, Wasser und Alkohol :D
Abends bin ich dann für einen kurzen Abstecher wieder mit nach Hause gekommen und hab als Bassspielerin ausgeholfen. Wenn ich so meine Möbel zu Haus sehe, freu ich einfach total darauf, endlich "Richtig" um zuziehen. Mit Bett, Kommode, Sessel und Bass.
Ich höre grade, dass ich weniger höre. Vielleicht hat Mia die Tür zu gemacht oder der Regen draußen übertönt es einfach.
Hoffentlich seid ihr trocken geblieben und es geht allen gut.
Liebe Grüße, Katrin

Sonntag, 4. September 2011

Weekend-Recap

Am Freitag hatten wir unsere erste "Präse", was die sehr ästhetische Abkürzung für Präsentation ist.
Jeder Woche begibt sich die komplette Schule, inklusive Kommission und  Dozenten, ins Opernloft und schaut sich dort Beiträge der Mitschüler an.
Da wir erst 3 Woche Schule hatten, viel die Vorstellung relativ kurz aus, war aber trotzdem wirklich cool.
Tanz und Gesang macht dieses mal eher, dass Rennen, da für ausgearbeitet Szenen bis jetzt die Zeit fehlte.
Los ging es mit einer Choreographie, die einen erst einmal aufweckte. Der junge Mann schüttelte seine Beine, kreiste die Hüften was das Zeug hiet, wir schnippsten im Gegenzug ordentlich mit.
Es folgten Songs aus Camp Rock, Fame, Mary Poppins und Hercules. Chasing Cars war eine ganz emotionale Kiste (Duett), ich hätte fast geglaubt, sie nimmt den Kerl am Ende doch wieder.
Ein Zuschauerliebling war der Song "I'm not pregnant I'm just fat", wie der Titel schon hoffen lässt, es war zum schreien. (Ihr solltet euch das Lied anhören http://www.youtube.com/watch?v=0Nzvh5HN3eM)  Dann gab es auch noch ein paar Tanzeinlagen, obwohl ich gestehen muss, dass mich weder der orientalische noch der ägyptische Stil umgehauen hat. Ich werd mich aber nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, wir dürften schließlich erst ab Januar auf die Präse.
Später ging es dann nach einer kleinen Stärkung zum Chor und ja der Alt war nicht in Bestform, aber wir kriegen auch immer die schwersten Harmonie. Nach 90min konnten wir dann aber endlich mal Erfolge verbuchen, denn "Limpopo River" und "See me now" hörten sich endlich wir richtige Chorstücke an und nicht mehr wie ein Haufen rumgrölender Fußballfans.
Samstag wurde sehr produktiv genutzt, da man sich ja leider mit so "Erwachsenenkram" wie Finanzen, Ummeldung, Wohnungs- und Jobsuche oder Wäsche rumplagen muss.
Musical Jazz hab ich mir trotzdem gegönnt und auch die Tour auf den Kiez musste gestern Abend sein.
Ich glaub, dass war einer der coolsten Abende und ich freu mich schon auf viele Fortsetzungen.
Heute wurde dann erstmal Schlaf nachgeholt, gleich gehts an's Wäsche waschen und ich brauch jetzt unbedingt was zu Essen.
Hoffentlich hattet ihr auch ein tolles Wochenende und seid alle fit.
Liebe Grüße,
Katrin

Mittwoch, 31. August 2011

Ein guter Tag

Langsam, gaaanz langsam pendelt sich hier in Hamburg der Alltag ein. Nicht, dass es irgendwie langweilige werden würde, aber man gewöhnt sich allmählich an die langen Tage. Die Kondition wird auf jeden Fall besser.
Leider macht im Moment das Immunsystem bei einigen Leuten hier schlapp, so dass viele Kurse oft unterbesetzt sind und Halsschmerztabletten gelutscht werden wie Bonbons.
Ich halte trotzdem tapfer durch, auch wenn ich nach unserer Weinverköstigung gestern nicht allzu viel Schlaf bekommen hab. Da ich nicht unbedingt den Wunsch verspürte, auf einer Parkbank oder in der Ubahnstation zu schlafen, habe ich bei S. geschlafen und musste dann leider heute morgen wieder um 8Uhr raus, damit ich noch nach Hause und meine Sachen packen konnte.
Bis zu diesem Zeitpunk grade, hat mir der Schlafmangel heute zum Glück keine Probleme gemacht, denn insgesamt hatte ich einen super Tag.
Es ging mit sechs Mann weniger in Sprechtechnik los. Da lernt man ja immer wieder neue Kuriositäten über die deutsche Sprache, wie zum Beispiel, dass die Distel wirklich mit kurzem i ausgesprochen wird.
Also nicht (Lautschrift-mäßig) Diestel, sonder Disstel. Auch Rephuhn und Mystik sprechen wir alle falsch aus, DU also bestimmt auch.
Ballett fand ich heute sehr gut. Man konnte richtig die Entwicklung spüren und bei der Geschenkeübung uns bestimmt die Freude über den Weihnachtsmann direkt ansehen. Auch unsere schwerste Übung hat heute zur Abwechslung mal ordentlich funktioniert.
Unser Kurs wurde durch einen Absolventen ergänzt, der schon an der Staatsoper getanzt hat, welcher aber trotzdem unseren einfachen Walzerschritt nur mit Mühe lernte. Einen gestandenen Tänzer ein kleines bisschen irritiert herumtippeln zu sehen, ist schon extrem witzig.
In Liedinterpretation ging es heute hoch her, eine reinste Gefühlsachterbahn.
Es fing alles lustig an, mit "Puttin' on the Ritz". Da wurde geschnippst, gezickt und die perfekte Stellung gesucht. Danach wurde es allerdings ziemlich dramatisch.
Ich führe das jetzt nicht weiter aus, weil man in diesem Fach wirklich sein inneres Gefühlschaos vor allen entwirren muss und ich das nicht im Internet schreiben möchte.
Lasst mich soviel sagen: Wir haben heute alle viel gelacht, nachgedacht, ein bisschen geweint und besonders viel gelernt. So sollte ein guter Schultag sein.
Hoffentlich seid ihr, in der Mitte der Woche, fit und habt noch einen schönen Abend.
Liebe Grüße,
Katrin

Dienstag, 30. August 2011

Kurz und we(i)nig

Kurzausgabe heute abend. Ich bin grad erst um 8Uhr nach Hause gekommen und fahr gleich weiter, hier die Zusammenfassung.
Methodik war heute wieder super. Da wurde wir erstmal alle schön aufgeweckt und durften dann eine Abwandlung von "Mord im Dunkeln" spielen, wobei lautstarkes Ableben gewünscht war.
Kopf ab, Herzstillstand, Messer in den Bauch oder Ersticken. Lass deiner Fantasie freien lauf.
In Jazz wurden wir wiedermal bis an unsere Grenzen gebracht und durften danach gleich in Pilates weiter machen. Die Dusche danach war ein absolutes Muss, um deine Mitmenschen nicht extrem zu belästigen.
Danach hatte ich erstmal Pause und schaute erstmal bei dem 3.Jahr im Jazz zu. Die wurden genauso ausgepowert wir und mussten sogar noch länger durchhalten.
Kurz zum Einzelgesang, der wieder total gut war und kam Olli.
Der gute Olli machte in Musiktheorie Vertretung. Auf unsere Fragen hatte er wirklich imposante Antworten, nur leider kapierten wir davon nicht, aber wenigstens war's lustig.
Gleich geht's also ab zu einem Gläschen Wein und ich hoffe ihr bleibt die Woche dran. Ich verspreche wieder ausführlichere Berichte.
Alles Liebe,
Katrin

Montag, 29. August 2011

Immer wieder Nudeln

Das Wochende war wieder relativ unspektakulär, da ich nochmal nach Hause gefahren bin, um mich dort schön bekochen zu lassen. Es ist ja immer noch etwas cooler bekocht zu werden, als sich immer Nudeln zu machen.
Der Weg dahin war allerdings etwas beschwerlich. 
Freitag wollte ich wieder mit einer Fahrgemeinschaft nach Hildesheim gurken, allerdings verwechselte ich den Bus und konnte auch partout die Bushaltestelle nicht finden. Die Fahrerin war nicht im Stande 5 Minuten auf mich zu warten und so kam es, dass ich mit der Bahn fahren musste. Yiipie yay yeah, Schweinebacke!
Nachdem ich mich bei dieser miesen Schwüle zum Bahnsteig gekämpft hatte, wurde alles nur noch besser.
"Der Metronom nach Uelzen verspätet sich auf unbestimmte Zeit. Grund dafür ist ein Blitzeinschlag."
Die deutsche Bahn kann so grausam sein. 40min später ging es dann also erstmal nach Harburg, dann nach Uelzen und dort wurden unsere Nerven auch nochmal 45min auf die Probe gestellt, bis ich dann endlich in Hannover ankam. Dort holten mich dann meine lieben Eltern ab, einen Zug mehr hätte ich auch nicht verkraftet.
Samstag wurden das erstmal lebensnotwendige Dinge gekauft, wie ein Toaster.
Versucht mal ohne Toaster zu leben, das ist mega nervig.
Außerdem wurden noch Socken und ein Notenheft gesponstert, da kommt Freude auf.
Abends ging es dann auf eine Abschiedsfeier (alles Gute und pass auf dich auf Jo!) und Sonntag konnte ich dann schön ausschlafen. 
Heute war ein ziemlich normaler, guter Schultag, allerdings darf ich den ersten Gast in meinen vier Wänden begrüßen. Lisa ist auf einen Kurzbesuch hier und ich durfte für sie heute kochen.
Was es zu Essen gab, könnt ihr euch vermutlich denken :)
Morgen wird wieder ein lange, aber toller Tag und ich hoffe euch geht's allen gut.
Liebe Grüße,
Katrin

Donnerstag, 25. August 2011

3 in 1

Hallo ich bin wieder da. Die letzten paar Tage war ich einfach zu fertig um zu schreiben, da ich mir einen netten Schnupfen eingefangen hab. F*ck!!! :D
Jetzt ist er aber schon fast weg und es wieder ordentlich gebloggt.
Dienstag hatte ich ja meinen Hammertag, an dem ich 13Std. unterwegs war. Es war auch der erste Dienstag, an dem wir komplett Unterricht hatten und der hat es wirklich in sich.
Methodik am morgen war erstmal ok, da wird man wach und macht immer nette Lockerungübungen.
Allerdings wurde wir danach schon wieder in Jazz getriezt bis zum geht nicht mehr und erkannte die nützlichen Funktion des Handtuchs.
Stellt euch einfach 1,5Std. durchpowern vor, non-stop. Und dann stellt euch vor, ihr habt 15min, um euch an zuziehen, das Gebäude zu wechseln, um zuziehen, zu trinken und zu atmen. Denn, da wir ja noch nicht genug hatten, gabs Pilates direkt im Anschluss.
Wir waren schon nach 20 Minuten so kaputt, dass das atmen und die einfachsten Übungen schwer fielen.
Die Dozentin gönnte uns dann die Mittagspause etwas früher, mit den Worten: "Ihr seht einfach so fertig aus!"
Dankeschön, wie kommts?
Ich hatte nach einer verdienten Dusche und Pause, meinen ersten Stunde (30min) Einzelgesang, bei der gleichen Dozentin, die mit Klobürsten und Kotze arbeitet.
Mir hat es aber total Spaß gemacht und merkte sofort, dass wir ein gutes Team sind. Und ich muss auch gestehen, dass ich mich einfach megamäßig gefreut habe, als sie gesagt, dass ich gutes Material habe und schon vieles automatisch richtig mache :)
Nach noch zwei, nicht ganz so langen, Stunden Musiktheorie, konnte ich dann endlich nach Hause und fühlte mich dabei gar nicht so erledigt, wie ich erwartet hatte. Man muss eben "nur" seinen Schweinehund überwinden.
Gestern war ein ziemlich normaler Tag, ohne besondere Ereignisse oder Pannen. Allerdings wurde in Sprechtechnik unsere Welt ein bisschen auf den Kopf gestellt (Reim!), denn richtig, wichtig, cremig und co., werden tatsächlich mit ein ch am Ende ausgesprochen. Antonia konnte es gar nicht fassen, dass auch wenigstens mit ch ausgesprochen wird. Dass die Buben prächtig sprießen, konnte uns dann nicht mehr schocken.
Heute gabs wieder Schauspiel zum Frühstück (dass heute für mich ausfallen musste) und wurden erstmal ordentlich durchgeschüttelt. Massieren, klopfen, atmen, brummen. Danach ist man entspannt bis in die Fingerspitzen.
Und dann Jazz! Ich hatte gesagt, dass Dienstag hart war. Heute war das ganze noch krasser, da wir in einen kleineren Raum gesteckt wurden, mit geschlossenen Fenstern und keiner Lüftung.
Uns lief der Schweiß wirklich überall runter, der Spiegel beschlug, es war echt nicht mehr schön
Nach der Dusche füllten wir uns aber alle wieder richtig gut, wie gesagt, der Schweinehund. Den überwindet man bei Sonja's Training immer wieder, auch wenn man zwischendurch fast stirbt.
Zum Abschluss hatten wir noch Repertoire, in dem ich mich eine bisschen mit meiner Version von "Love me tender" blamierte, aber zum Fehler machen sind wir ja da, rede ich mir ein.
Heute abend geht es nochmal zum Latin Jazz und morgen nach Chor wieder nach Hause.
Ich freu mich schon auf das gute Essen und die Waschmaschine, euch einen schönen Abend.
Alles Liebe,
Katrin

Montag, 22. August 2011

Die Birne im Schwimmbad, die Klobürste im Mund, schwitzen und kotzen, beim Steppen gehts rund!

Oh ja, der Titel sagt es schon. Wir machen uns richtig zum Affen und nennen es Unterricht.
Heute gabs einiges zu lachen und zu belächeln, trotzdem ist der Lerneffekt immer spürbar.
Angefangen hat das ganze heute morgen mit Sprechtechnik. Da wurden erstmal alle möglichen und unmöglichen Worte durchgesprochen, und damit meine ich durchgesprochen.
Denn es gibt viele Variationen für Badewanne, Tisch, Vater und Rochen. Da wurde gehechelt, das R gerrrrollt und am Ende konnten wir nur noch Sätze wie: "Erinnerst du dich an die Birne im Schwimmbad? Achtung, der Rochen lacht je länger je lieber", richtig aussprechen. Am Boden wurden wir dann mit Übungen erfreut, die eher an Schwangerschaftsgymnastik erinnerten, allerdings gehen wir auch stark davon aus, dass unsere Dozentin schwanger ist.
Raumwechsel: Ballett. Uns ist zu Ohren gekommen, dass dieses Jahr wohl alle Tänzer unglaublich schlecht sein sollen und eigentlich niemand auf dem A-Level ist. Suuuuuper, Dankschön!
Trotzdem gings voller Elan an die Stange, am Ende der Stunden waren dann alle wieder platt.
Ich hatte bis zum nächsten Unterricht drei Stunden Pause und nutzte die, um kurz nach Hause zu fahren um die Steppschuhe und neue Energie einzusammeln.
Um 17Uhr gings dann aber erst noch zur Gesangsetechnik, eine sehr wichtiges und amüsantes Fach, will ich meinen. Die Lehrerin ist auch gleichzeitig meine Dozentin für Einzelgesang und kam mir sehr kompetent und freundlich vor. Allerdings hatte ich etwas Schwierigkeiten mit den Bildern die sie uns vermittelte.
"Also die Mundstellung ist eigentlich wie beim Kotzen!" "Stellt euch vor ihr hab eine Klobürste im Mund."
"So würde man aus einem Fass trinken." Es sollte sich anfühlen, als würdet ihr eine Tampon rauspressen."
Ääääähhhhmmmm, ok. Gut. Vielleicht beim nächsten Mal.
Zack zack, ab zum Steppen bei Markus. Der gute Mann wollte uns schon fast nicht mehr in den Unterricht lassen, weil wir eine Minuten zu spät waren, da wir bis 18uhr Unterricht hatten und seiner pünktlich beginnt. Wir hatten noch Glück, eine arme Mitschülerin musste vor der Tür stehen bleiben.
Klipp und klar wurden erstmal die Spielregeln geklärt. "Sport-BH's bitte für alle, die einen brauchen. Ich hab keine Lust auf Schiffsschaukeln." Beim Fehlen gilt das allbewärte selbstständige Nachholen, aber keine Sorge, falls unser Kind mit 40Grad Fieber im Krankhaus liegt, dürfen wir das Handy anlassen.
Nichts desto trotz, hat Steppen total viel Spaß gemacht und die Stunde kam mir viel zu kurz vor.
Morgen gibts einen Selbstmord-Tag, an dem ich 13Stunden unterwegs bin und hoffentlich am Ende noch irgendwie lebe.
Hoffentlich gehts euch allen gut und liebe Grüße,
Katrin

Sonntag, 21. August 2011

Back in Town

An diesem Wochenende ging es zurück nach Hause, um meine Eltern zu überraschen.
Das musste natürlich alles Generalstabmäßig geplant und vor allem gelogen werden, das sich die Balken biegen.
Und ich sagen euch, es hat soooo viel Spaß gemacht.
Als ich schon längst bei meiner Freundin Lisa hockte, ließ ich meine Mutter am Telefon glauben. grad irgendwo in Hamburg unterwegs zu sein. "Ich weiß noch nicht wie lange wir heute machen, deshalb meld ich mich wohl morgen erst später."Das später war dann, als ich mich in den Garten schlich und,...die Überraschung war perfekt.
Ich hatte mir schon eine Woche zuvor eine Fahrgemeinschaft bei dem ADAC gesucht und hatte so mit ein paar total entspannten Leuten, für ungefährein drittel des Bahnpreises nach Hause fahren können. Mit Lisa hatte ich dann den genialen Plan für das Wochenende ausgeheckt und voilá.
Etwas später Samstagabend ging es dann noch zu einer Geburtstagsfeier, wenn man schon mal da ist :)
Bei solchen Treffen merkt man schon irgendwie, dass man älter wird.
Nicht in dem Maße, "OH Gott! Wir sind fast 30!", aber man bekommt mit was alle so machen.
Ausbildung, Studium, FSJ...und die Schulzeit kommt einem ne halbe Ewigkeit her vor.
Deshalb ist es um so schöner, solche Möglichkeiten zu nutzen, um mal auf den neusten Stand zu kommen.
Ich kann nicht behaupten, dass großartig mehr passiert wäre, außer vielleicht der Chor. Da bin ich am Freitag noch hingegangen und ich muss sagen, es ist etwas anderes als Abichor :D
Wir waren bestimmt so 80 Leute und es waren alle drei Jahrgänge vertreten. Wenn man dann mit fünf Stimmen die "Hymne an Schach" schmettert, muss man sich vielleicht auf Grund des Textes einen Lacher verkneifen, aber es hört sich unglaublich toll an.
Da werd ich nächste Woche auf jeden Fall wieder hingehen, auch wenn langsam die Stunden am Tag nicht mehr ausreichen, um Schule zu haben, zu essen, zu schlafen und noch irgendwie zu leben.
Genau so wollte ich es aber haben und ich freu mich schon total auf die nächste Woche.
Euch noch einen schönen Sonntag.
Alles liebe, Katrin

Donnerstag, 18. August 2011

Mini-Nachtrag

Ich bin grade hundemüde vom dem Latin-Jazz Kurs zurück gekommen.
Mein Gott ist der Kurs geil!!!
Da kommt einfach alles zusammen was Tanzen ausmacht: Spaß, Schwitzen, Stretchen.
Der Lehrer ist total locker und unkompliziert. Er schaltet die Musik an, macht was vor, wir machen nach, fertig.
Man kann eigentlich gar nicht anders, als die ganzen Zeit zu lächeln, weil es so viel Spaß macht und ich werd auf jeden Fall wieder hin gehen.
Jetzt futtere ich grad mein Abendessen, irgendeine türkisches Spezialität. Man könnte es als Fladenbrot gefüllt mit Schafskäse und Spinat erklären, es schmeckt traumhaft, allerdings ist alles essbares grad sehr willkommen.
Nach 9Stunden in der Schule, einer Stunde zu Hause und nochmal 80min Training, bin ich echt ausgepowert, aber total happy. Leider gewittert es hier grad ordentlich und aber ich werd vermutlich, trotz der Lautstärke, gleich ins Bett fallen und mich nicht mehr bewegen :)

Sexy Panther sucht...

Wir sind bei der Mitte der Woche angekommen und das bedeutet....Action.
Aus dem Kennenlern-Status sind wir nun in alle Fächern so ziemlich raus und es geht die wirkliche Arbeit los.
Los ging es heute wieder mit Schauspielmethodik. Unsere Lehrerin hatte uns direkt in der ersten Stunde Hausaufgaben gegeben, wir sollten eine Kontaktanzeige schreibe. Egal für wen oder was, egal ob wirklich wir etwas suchen oder wir eine übertriebene Person sprechen lassen.
Bevor es zu den Anzeigen ging, gabs aber noch Übungen um unsere Sinne zu wecken oder eher um überhaupt wach zu werden. Als wir alle relativ frisch aussahen, machten wir einen kleinen Abstecher in die Tierwelt. Jeder sollte ein Tier verkörpern und sich überlegen welche drei Merkmale für das jeweilige typisch sind.
Da gab es einen Pinguin, ein Pferd, eine Schlange, einen Affen und ich hatte die geniale Idee mit dem Panther.
Danach ging es dann an die Kontaktanzeigen. Wir mussten versuchen die Merkmale unseres Tiers zu vermenschlichen und auf die Person, die die Anzeige schaltet, übertragen. Der Pinguin wurde zu einer übergewichtigen Mutter, die einen Abnehmpartner sucht, der Hund zum hyperaktiven Teenie und irgendwie wurde aus meinem Panther eine Figur, die für Telefonsex hätte arbeiten können. Und dabei war meine unschuldige Anzeige eigentlich bloß für Mitbewohner ausgerichtet, Spaß gemacht, hat es aber allemal.
Eine Stunde später, Jazz. Jaaaaazz!
Bei dem Muskelpaket Sonia, war uns schnell klar, dass schwitzen schon mit zum Aufwärmen gehört.
Hier wurde gezogen, da gestreckt, hier mehr gebeugt und dort stärker isoliert. Nach nur einer Stunde (die erste Halbestunde ging für Infos zur Arbeitsweise drauf) waren wir schon ziemlich fertig, aber sehr gut gedehnt und fühlten uns sehr athletisch.  Außerdem wurde uns eröffnet, dass wir nach den Winterferien ein selbstchoreografiertes Solo tanzen müssen, yeah ha! Das wird interessant.
Die zwei Stunden Pause vor Repetory wurden dann zum essen und ausruhen genutzt, bevor es die vier Treppen hoch zum Klavierraum ging.
Repetory oder Repertoire, ist ein Fach um unseren musikalischen Horizont zu vergrößern und um die Arbeit mit dem Pianisten zu verbessern. Heute konnten alle, die Noten mithatten, ihr Können unter Beweis stellen und kassierten ordentlich Beifall von uns. Der Lehrer ist einfach der Hammer, aus Lettland und nur geboren, um Klavier zu spielen. Keines der Lieder die gesungen wurden kannte er, aber spielte mit einer Hingabe und Energie, die schier unglaublich war. So konnte er unsere Aufmerksamkeit, selbst nach 7Stunden noch auf sich ziehen und alle sangen nur noch auf dem Weg zu U-Bahn.
Ich verrückte Nudel, werde mich jetzt nach meiner Asiabox, nochmal zur Schule begeben, um den Latin Jazz Kurs mitzumachen. Die Schüler kriegen nämlich ein extra Angebot und können so noch mehr Kurse testen.
Ich werde nachher wohl komplett tot sein, aber was soll's :)
Ich hoffe ihr habt noch einen schönen Abend und alles Liebe,
Katrin

Mittwoch, 17. August 2011

einfach kann ja jeder

Heute war also der zweite Schultag und man merkte schon, dass man hier keine großartige Schonfrist erwarten darf. Ausgeruht ging es um halb 11 zur Sprechtechnik. Hier gab es zwar die altbekannte Vorstellungsrunde, aber danach wurden erstmal die Aussprachfehler von allen Schülern analysiert. Jeder durfte ein Stück von dem Text " Der rote Tod" vorlesen, wobei niemand wirklich den Inhalt des Textes verstand, aber wirklich niemand konnte ihn richtig lesen.
Du hast Probleme mit d-t und g-k, du verschluckst Endungen, dein ch ist zu hart und du hast einen S-Fehler.
Ich spreche anscheinend zu weit hinten, was immer das heißen mag und verschlucke ganz gerne mal das Ende von einem Wort. Die Leute aus Stuttgart oder Bayern hatten natürlich noch mehr zu kämpfen, aber wir sind ja alle da um zu lernen.
Etwas aufgeregt ging es danach zum Ballett, vor dem alle etwas Bammel hatten, denn Ballett ist echt hart und kann durch den Lehrer noch ne ganze Ecke strenger werden. Streng ist auf jeden Fall der strickte Dresscode, null Schmuck und ordentlich Haare. Unsere Erscheinung und Leistungen müssen schließlich dem englischen Standart entsprechen.
Carina machte auch eine fixe Vorstellungsrunde und dann ging es ab an die Stange.
Demi pliés, Armhaltungen, Auswärtsstellung, Tendus. Selbst mit den Basics brachte sie uns schon ziemlich ins Schwitzen und überall wurde direkt korrigiert. "Wir haben einiges zu tun", oh man, der Kurs wird bestimmt kein Zuckerschlecken.
In meiner Pause machte ich einen Zwischenstopp im Ballettladen und holte noch mein Trikot und Schläppchen ab, konnte aber nicht den Steppschuhen nicht komplett entsagen und musste wenigstens mal kurz damit durch den Shop klackern.
Auf Liedinterpratation hatte ich mich schon total gefreut, allerdings wurde die Freude von der Tatsache gedämpft, dass alle vorsingen mussten. Ich, als unerfahrene Sängerin, musste meinen ganzen Mut sammeln, aber da wir ja alle im selben Boot sitzen.... Umso besser fühlte ich mich dann, als ich meine Version von "Chicitita" einigermaßen vorgetragen hatte und in ein paar lächelnde Gesichter blicken konnte. Bei den Stimmen gab es schon einige Levelunterschiede, aber wir interpretieren ja Songs und singen keine Oper.
Um 6Uhr kam ich dann nach einem langen Tag zu Hause an, musste aber noch unbedingt einkaufen. Also kurz was futtern, Jacke, ab zum Edeka. Dort füllte ich meinen Wagen mit super leckeren und gesunden Sachen (ja Mama ich esse auch Gemüse) und wurde auf dem Rückweg noch von ein paar verlorenen Russen angequatscht, die leider keine Ahnung von Busfahrplänen hatten. Versucht ihr mal drei Russen, wo denen einer angetrunken war, zu erklären, dass morgens um 5Uhr kein Bus fährt, herzlichen Glückwunsch!!!
Jetzt sitze ich im Bett, hab meine Portion Nudeln verputzt und knabber noch Gurke und Möhre, um morgen wieder fit für Methodik, Jazz und Repetory zu sein.
Habt einen schönen Abend und alles Liebe,
Katrin

Dienstag, 16. August 2011

...hätte man jetzt einen guten Titel

Dienstag!!!!!!
Wir haben den Stundenplan, wir haben die Power und wir haben......Methodik.
Morgens um 7Uhr klingelt der Wecker, um viertel vor 9 stehen wir in der Markusstraße.
Methooodik, soll heißen Schauspielunterricht. Aber wie es immer am Schulbeginn so ist, gibt es erstmal ne organisatorische Dinge zu klären, Spielrunden und ein paar Übungen zum kennen lernen.
Zwei einhalb Stunden sind schon ne Menge Zeit um sich die Namen von 13 Leuten zu merken, trotzdem ist die Lehrerin total cool und ist mit uns direkt per du.
Da kommt dann auch gleich ans Licht wie unterschiedlich die Altersstufen sind, denn in unserem Kurs gibt es eine ziemliche Spanne, 16 bis 25.
Nach der Theorie ab zur Praxis, Jazz. Die Mädels machen sich also alle nett zurecht und warten mit Zopf und Schläppchen gespannt in der Halle. Dann hören wir nur noch:" Mädels, anziehen. Wir gehen shoppen."  Also zack umziehen und ab zu Demi Point. Da lasse ich mich innerhalb von drei Minuten zur Fachverkäuferin für Trikots ausbilden und darf dann den Damen die Vor- und Nachteile von Baumwollstoff erläutern.
Außerdem können wir uns köstlich über die Anzüge für die Männer amüsieren, Susi liebevoll genannt. Sie darf mit den Herren auf Tuchfühlung gehen und wird so zur besten Freundin oder schlimmsten Feind.
"Das ist die Unterwäsche? Da dürften wir nichts drunter ziehen?"  Hahahaaaaaa, nein dürft ihr nicht.
Etwas später im Pilates machen wir dann schonmal die Grundlagen und lernen Roll-Up, Criss-Cross und Douple Kicks kennen, aber auch hier kommen wir leider noch nicht so richtig ins schwitzen.
Nach einem relativ lockeren Tag geht es also wieder kurz nach Hause, um zu essen und zu verschnaufen.
Gegen 6Uhr wird nochmal zur Musiktheorie gebeten, wobei sich herrausstellt, dass unser Kurs irgendwie falsch eingeteilt wurde. Angeblich sollen die A-Kurse immer sehr gut sein, nur wurde der Lehrerin gesagt, dass wir total Anfänger seien. Sie war auf jeden Fall total verwirrt, als plötzlich alle mit Vorkenntnissen ankamen und ihr versicherten, dass wir alle Noten lesen können.
So konnten wir also an einem Abend das Programm für das erste Halbjahr der Anfänger abarbeiten und konnten dann nach zwei Stunden (denn die Anfänger brauchen ja mehr Zeit) endlich in den Feierabend.
Morgen stehen Sprechtechnik, Ballett und Liedinterpretation an, ich bin gespannt. Herrlich ist auch, dass der Unterricht für mich morgen erst um halb 11 anfängt, so kann Schule Spaß machen.
Ich hoffe ich langweile euch noch nicht und euch interessiert mein Alltag ein bisschen.
Liebe Grüße, Katrin

Montag, 15. August 2011

Hobby = Schule

Heute war also offiziell der Schulbeginn für alle Stage School Schüler.
Um sehr humane 12Uhr fanden sich dann alle des ersten Jahrgangs in der Poolstraße ein und es gab erstmal ein lautstarkes: GUTEN MORGEN!
Bei gefühlten 40°C gab es eine Einführung in praktisch alles. Dozenten, Abteilungsleiter, Schülerbüro, Steuerbereich, Raumverteilung, Gebäudepläne.
In den meisten Gesichtern spiegelte sich die eigene Verwirrung wieder, aber man erwartet ja noch keine Wunder von uns.
Uns wurde auch gesagt, dass wir richtig schulmäßig auch Klassensprecher wählen müssen, genauso wie einen Jahrgangssprecher. Ich dachte, dass hatten wir hinter uns gebracht, aber Schule bleibt doch Schule.
Nach viel Gerede gab es dann endlich endlich die ersehnten Stundenpläne.
Kurz dazu: Es gibt die Bereiche Gesang, Tanz und Schauspiel und in diesen Bereichen verschiedene Fächer.
Zum Beispiel: Musiktheorie, Interpretation, Ballett, Jazz, Sprechtechnik, Methodik.
In insgesamt 10 Fächern wurde also alle Schüler in die unterschiedlichen Klassenstufen A-G eingeteilt, wobei A Fortgeschritten und G totale Anfänger entspricht.
Ich bin mit meiner Einteilung echt total zufrieden. In den Tanzkurse und Musiktheorie bin ich in die A-Kurse gekommen und in den Gesangsfächern in B. Da ich von Schauspiel keine Ahnung habe, ist auch nicht so dramatisch, dass ich da in die E-Klasse gekommen bin.
Es gab dann aber doch einige enttäuschte Gesichter, die sich total falsch eingeschätzt fühlten und schon den Tränen nah waren. Etwas übertrieben, meiner Meinung nach, aber im Oktober werden die Karten/Klassen eh neu gemischt.
Am Abend ging es dann ins Altonaer Theater, wo von dem Abschlussjahrgang eine selbsterarbeitetes Musical gab und das war echt zum Schreien.
Die genaue Handlung zu erklären wäre einfach zu kompliziert, aber es ging um viele Männer die Frauen wurden, Verwechslungen, verzwickte Liebesgeschichten und römische Sklaven.
Es wurde Unterhaltung pur geboten, die dann auch mit standing ovation belohnt wurde.
Danach wurden natürlich alle gefragt wer in welcher Klasse ist und so fand man dann auch schnell die Mitschüler für Jazz und co.
Morgen geht's für mich mit Methodik, Jazz und Pilates los und endet mit Musiktheorie um stolze 20.15.
Das Künstlerleben ist kein einfaches, aber dafür hab ich freitags ab 12Uhr Wochenende.
Die erste Woche wird vermutlich aus kennen lernen, Trikot kaufen und Gebäudebesichtigungen bestehen.
Ich könnte mich trotzdem nicht mehr über den Schulanfang freuen und steh deshalb auch gerne morgen um 7Uhr auf.
Ich hoffe ihr habt eine tolle Woche und liebe Grüße,
Katrin

Sonntag, 14. August 2011

Luxus und Lärm

Samstag morgen, 5Uhr in Hamburg und irgendein Vollidiot im Haus entschließt sich dazu, eine Dusche mit extrem lauter Musik zu nehmen. Zum Glück nutze Mia (Tochter der Vermieterin) ihre schlechte Laune und
drehte dem Frühaufsteher ganz schnell das Radio ab, bevor ich entscheiden konnte, ob ich noch schlafe oder schon wach war.
Ansonsten verlief der Tag ziemlich entspannt, da uns auch mal die Sonne einen Besuch abstattete und man tatsächlich ein bisschen raus gehen konnte. Die Araltankstelle hatte mit der Anzeige "31°C" zwar nicht ganz Recht, aber trotzdem nutzte ich die Gelegenheit, um mich mit Leckereien einzudecken und im Botanischen Garten noch ein bisschen in die Sonne zu tanken.
Um 6Uhr ging es dann an den Hafen, denn kein Hamburger kann bei Sonnenschein dem Ruf der See entsagen.
Also ab auf die Landungsbrücken, Fähnchen geschnappt und der Queen Mary 2 winken, wie sie sich auf die Reise nach New York macht. Wohlgemerkt mit dem passenden Titel "I will survive", der hoffentlich ernst genommen wird, denn beim Überschlagen zählten wir eindeutig zu wenige Plätze in den Notfallbooten für alle Passagiere (Titanic lässt grüßen).
Kaum war die Queen außer Sicht, ging es weiter zum Rockspektakel am Rathaus, denn wo fühlen sich drei Blondinen wohler, als unter hardcore Metal-Fans.
Unbemerkt mischten wir uns also zwischen eingefleischte Schreihälse und klassische Kopfnicker, um unsere Ohren mit.....Krach zu erfreuen. Ich kann nicht sagen, dass ich viel von Metal verstehen würde, aber irgendwie hat es sich einfach nach viel Geschrei, lauten Verstärkern und strapazierten Stimmbändern angehört.
Trotzdem blieben wir bis zum Schluss und lernten auch die "Wall of Death" kennen, zum Glück nur aus der sicheren Ferne.
Zum Abschluss ging es dann noch für ein Bierchen bzw. Eis an die Alster und in der Hoffnung Sonntag nicht schon um 5Uhr geweckt zu werden, fiel ich irgendwann kaputt in mein Bett. (Ich wurde heute erst um halb 9 geweckt!)
Ich freu mich (immernoch) auf Montag und darüber, schonmal ein paar Leute kenne gelernt zu haben. Hoffentlich habt ihr auch noch einen schönen Sonntag. Alles Liebe,
Katrin

Freitag, 12. August 2011

Jazz und Hamburg sind anders

Heute Abend sollte es ins Kino gehen.
Ich hatte bei der Leveleinteilung eine total nette Schweizerin getroffen und wollte mich mit ihr in "Super 8" wagen. Wer mit mir schonmal im Kino war weiß, dass ich einen Film niemals ohne M&Ms sehen würde, also musste vorher ein kleiner Stopp im "Aktivmark" gemacht werden.
An der Schlange wurde meine Geduld direkt auf eine Probe gestellt. Die gute Frau vor mir, hatte eine, anscheinend mysteriöse, Salatsorte eingekauft und weder sie noch die Dame an der Kasse wusste den Preis.
Eigentlich keine große Sache, nur handelte es sich bei der Sorte eindeutig um Mangold und die Kassiererin sagte immer wieder: "Ich muss wissen was das ist. Ich muss wissen was das ist." Jaaaaa verdammt, es ist Mangold!
Die Kunden entschied sich dann kurzerhand einfach Salatherzen zu kaufen, ist ja auch fast das gleiche. Den Preis wusste die Kasse zum Glück.
Mit meinem Süßkram ging es dann ab in die U-bahn. Dort bekamen alle Fahrgäste ein Privatkonzert von ein paar extrem coolen Kids,in dem Stil: Bushido lässt grüßen. Musik laut an und quatsch einfach mit, ist doch egal was der Typ eigentlich sagt.
Irgendwann kam ich endlich beim Cinemaxx an und wir konnten uns auf den Film freuen.
Aber erstmal kam Werbung, viel Werbung. Gute 20min wurde man mit Werbeslogen und Trailern berieselt, in denen mir erstmal erklärt wurde, dass in der Schweiz Kino anders läuft.
Dort geht man ins Kino, hat 2min Werbung, sieht ca. eine Stunde vom Film und hat dann eine Pause.
Eine Pause! Die Schweizer mögen es bequem. "Man hat ja Zeit.", meinte F.
Nach einem wirklich unterhaltsamen Film, bei dem uns mehrmals die Ohren wegflogen und wir (Angsthasen!) doch ab und zu mal aufschrieen, schlenderten wir noch ein bisschen durch die Straßen und landeten bei Nancy.
Die gute Nancy in Künstlerin und hielt in ihrer Galerie eine Vernissage ab, bei der es, neben den vielen Bildern von nackten Frauen, auch noch eine Jazzband gab. Also nichts wie rein in die gute Stube und mal schauen wie's da drin aussieht.
Die Band war wirklich sehr gut, obwohl der Bassist so aussah, als würde er ziemlich Schmerzen aushalten müssen. Der Pianist war total entspannt und der Frontman ging mit der Posaune unterm Arm erstmal zu seiner Frau rüber und begrüßte jeden Gast persönlich. Irgendwann landeten F. und ich wieder in der U-bahn und waren uns einig, dass Hamburg schon eine ziemlich coole Stadt ist. Auch wenn man sich ständig veriirt, hoffenlos überfordert ist und oft gar nicht weiß wie einem geschieht, trotzdem: Solche Abende wie heute, erlebt man nicht in jeder Stadt.
Ich hoffe ihr habt ein großartiges Wochende und liebe Grüße,
Katrin

Donnerstag, 11. August 2011

Zwischen Schreihälsen und Ballettschuhen

Heute war also der "große" Tag, der erste Schultag an der Stage School.
Um 8Uhr klingelte also der Wecker, denn komischerweise hatte sich der Treppenhauswecker heute ruhig verhalten und ich mache mich etwas nervös und vollbepackt auf die Reise, ok extrem nervös.
Nach einiger Verwirrung, Rauchwolken, Bauarbeitern und freundlichen Wegbeschreibungen komme ich in der vollbepackten Schule an.
Name? Katrin...ääääh Schurz.
Namensschild, Aufkleber, da ist die Umkleide, noch Fragen, viel Spaß.......Alles Klar.
Ziemlich fix gings nach einer kurzen Begrüßung auch schon los. Alle waren in vier Gruppen eingeteilt worde und mussten sich nacheinander in Gesang, Tanz und Schauspiel testen.
"Natürlich ist es keine Prüfung!", wie alle Dozenten versichern, aber total blamieren, will man sich ja dann doch nicht. Zum Glück waren alle ziemlich nett und man fand auch schnell Leute mit denen man sich zusammen wahnsinnig machen konnte.
Das Singen geht glücklicherweise sehr schnell: Hallo, ich bin blablabla und singe blablabla aus dem Stück blablabla, 30sek und fertig. Ich konnte sogar noch ein "Ach Katrin, an die erinnere ich mich." absahnen :)
Danach hatten wir zwei ewige Stunden Pause, warum auch immer.
In der Zeit konnte man aber gleich mal seine "Konkurrenz" besser kennen lernen und gemeinsam schon direkt über ein paar Leute lästern. Jajaa diese Schauspieler, immer richtig mies und zickig .
Es ging weiter mit Ballett und Jazz. Yeah Yeah, tanzen! Basics, die aber ziemlich schnell drin seien mussten und noch schneller ausgeführt werden mussten.
Der gute Markus, mit seinem sehr engen Shirt, hatte uns einen Mittänzer aus einem älteren Jahrgang mitgebracht, damit wir ab gucken konnten. Den Kerl hätte Bruce gerne auf dem Catwalk gehabt, ein einziger Hüftschwung!
Und dann Schauspiel. Ich muss sagen, von Monologen und Textarbeit hab ich nicht viel Ahnung, aber irgendwie schienen einfach alle zu schreien. Also wirklich LAUT!
Ob das jetzt von Talent zeugt, wer weiß. Die Dozentin war dann aber der Meinung, wir sollten doch lieber die Fenster schließen, sonst würden sich die Nachbarn beschweren.
Insgesamt waren aber alle toll und es gab auch echt Abwechslung. Wir hatten die Schauspielerin, die ihren Text vergaß, wobei das Mädchen ihren Text wirklich verpeilte, zwei Sylvies, die uns ihren Namen ins Gesicht brüllten und einen dramatischen Selbstmörder, der leider unterbrochen wurde, als er grade am sterben war.
Ganz fix war es dann schon 3Uhr und es hieß, ab einkaufen, ab nach Hause.
Ich bin mit dem ganzen Tag wirklich zufrieden und freu mich schon total auf Montag (das sage ich nicht oft).
Dann bekomme ich meinen Stundenplan, weiß in welchen Klassen ich bin und kann mich auf die Vorführung der Abschlussklasse freuen.
So jetzt bin ich fertig, danke für die Aufmerksamkeit, einen schönen Abend noch.
Alles Liebe, Katrin.

Mittwoch, 10. August 2011

Meine Nerven Paula!

Soooo morgen wird's also ernst. Es geht im die Wurscht, es geht's ans Eingemachte, es geht rund.
Was? Ihr wisst nicht wovon ich rede? Achso stimmt ja, irgendwie hatte ich noch gar nicht richtig erklärt was ich eigentlich in Hamburg mache.
Wer also schon komplett im Bilde ist und nicht nochmal die ganze Geschichte hören will, kann diesen Eintrag überspringen. Für alle anderen, folgendes:

Ich bin hier in Hamburg, weil ich eine Musicalausbildung an der Stage School mache.
Eigentlich hatte ich nie wirklich vor zum Musical zu gehen und hatte eher an ein Studium der Filmwissenschaft gedacht, allerdings tanze ich schon ziemlich lange, singe auch ziemlich gerne und hab mich im Juni einfach aus Spaß für einen Workshop der Schule angemeldet. Der Workshop war Anfang Juni.
Dort hab ich total nette, talentierte Leute kennen gelernt und hatte drei tolle, anstrengende Tage.
Um an der Schule angenommen zu werden, muss man eine Aufnähmeprüfung machen, allerdings kann man einen Workshop als Ersatz dafür nehmen und verrückterweise hat das bei mir geklappt.
Nach vier Tagen hatte ich die Zusage zu Hause und nach einigem hin und her, war alles geklärt.
Ab nach Hamburg hieß es. Morgen werde ich dann zum ersten mal in die Schule gehen, um meine Lehrer und Mitschüler kennen zu lernen. Da werden nämlich die Leveleinteilungen für Gesang, Tanz und Schauspiel vorgenommen, es heißt also Prüfungssituation. Yipiiiiiiiee!!!!
Ihr glaubt nicht wie nervös ich bin. Und ich weiß, dieser Blog ist nicht unbedingt lustig oder mega interessant, aber grade kann ich mich leider überhaupt nicht konzentrieren, kann euch aber garantieren, dass morgen hier eine Party gefeiert wird. Ab nächster Woche geht dann der ganz normal Wahnsinn los und hier wird es vermutlich zu gehen, wie in einer schlechten Seifenoper.
Freut euch also auf meine kommenden Blamagen, unpassende Witze und (hoffentlich) Erfolgserlebnisse.
Morgen wissen wir mehr. Alles Liebe,
Katrin

Dienstag, 9. August 2011

Mit Bus und Bahn durch den Regen

Heute hat es geregnet. So wie gestern. Und es wird höchstwahrscheinlich auch morgen und übermorgen und den Tag danach regnen.
Man macht man in dieser Situation?? Süßigkeiten essen, genau. Und zwar viel davon.
Irgendwann heute gegen 13Uhr musste ich dann einsehen, dass selbst mit viel Lachgummi und Schokolade der Sommer nicht nochmal zurück kommen würde.
Ich entschloss mit dann, bevor mir die Decke auf den Kopf fällt, mein Kämmerchen zu verlassen, um mal
die Verbindungen zu meiner neuen Schule auszutesten.
Also ab gehts: Regenschirm, Buch und 9Uhr-Ticket parat, rein in die Schlacht der öffentlichen Verkehrsmittel.
Ich muss sagen, ich habe keinen sehr guten Orientierungssinn. Er ist eher schlechter als besser und trotzdem
fand ich mich erstaunlich gut zurecht. Und warum? Weil ungefäht die Hälfte aller Busse in die gleiche Richtung fahren. Sechs Buslinien fahren so ziemlich direkt vor der Haustür, alle mit der gleichen Enthaltestelle. Da kann selbst ich nicht viel falsch machen. Ab in den ersten Bus, einmal umsteigen, ab in den zweiten Bus, einmal umsteigen, ab in die U-bahn, Ankunft.
Ich finde, so ne U-bahn ist was tolles. Stadtbusse kenn ich ja, aber ne U-bahn??? Die schreit Großstadt, die sagt ´hey, ich weiß wo's lang geht´.
Am Gänsemarkt wusste ich es dann leider nicht mehr und bewegte mich deshalb mal grob in Richtung Alster.
Zwischen Tom Tailor, Rolex und diversen Juwelieren, war ich dann doch sehr erleichtert einen H&M zu finden und als ich dann in der Kunstabteilung von Thalia (Bücherladen) stand, fühlte ich mich schon fast ein bischen zu Hause. Nachdem ich mich von den Fotobänden losgerissen hatte, machte ich noch einen Abstecher ins Europahaus und gesellte mich dann zu den anderen coolen Kids an Alsterufer.
Da konnte ich der extrem interessante Diskussion über Converse-Etuits lauschen, die von ein paar sehr hippen Mädels neben mir geführt wurde ("Gab's nur noch so grün, maaaaan! Hatte ich noch nie gesehen und wollte ich auch nicht, aber maaaaan, ich hab's halt gekauft.") und mir ansehen wie sie versuchten den armen Schwan zu bespucken und sich dabei selbst vollsauten.
Ziemlich schnell erfreute uns dann der nächste Wolkenbruch und ich marschierte zielstrebig auf die nächste U-bahnstation zu. Leider gab es da keine sechs Linien, die alle in die gleiche Richtung fuhren und so musste ich auf der Rückfahrt doch zwei mal mehr den Bus wechseln.
Bevor ich im Trockenen ankam, holte ich mir noch schnell beim Bäcker zwei Brötchen und lernte gleich, dass es wohl einen Unterschied macht, ob man Oma- oder Opa-Brötchen kauft. Preislich nicht, aber ich hab Oma genommen. Meinen Opa würde ich nicht an den Ofen lassen.
Ein weiterer, unglaublich ereigenisreicher Tag geht zu Ende.
Am Donnerstag gibt's auf jeden Fall mehr zu erzählen und morgen ist ja auch noch ein Tag.
Liebe Grüße und hoffentlich ist das Wetter besser, dort wo immer ihr auch seid,
Katrin


Montag, 8. August 2011

Weckzeit 6:30

Die erste Nacht hatte ich überraschend gut geschlafen und wollte das eigentlich wiederholen.
Allerdings konnte ich mir das heute abschminken, denn, oh Schreck, die anderen Mitbewohner waren Sonntagabend eingetroffen.
Dazu muss ich kurz erklären, dass ich im Moment nur zur Zwischenmiete wohne und mit drei anderen (bis jetzt noch Unbekannten) eine Zwecks-Wg habe. Jeder hat sein Zimmer für sich, wir teilen uns ein echt schönes Bad (mit LED-Duschkopf) und eine Miniaturküche.
Heute morgen wurde ich dann also um halb 7 von echten Morgenmuffeln geweckt, die auf der Treppe ein Drama in mehreren Akten spielten.
Wenn ich alles richtig verstanden habe, wohnen die drei anderen schon länger hier und müssten sich so eigentlich kennen und eventuell sogar mögen.
Entweder ist das nicht der Fall, oder sie haben einfach eine komische Art es zu zeigen. Morgens ist hier anscheinend jeder sich selbst der nächste und der Kampf um das Bad ist kein einfacher.
So wurde also fröhlich geschrien, geheult und die Türen geknallt und alles nur um duschen zu können.
Rücksicht auf die anderen (Mich), keine Chance.
Nach dem endlosen Gebrülle "ICH BIN ABER UM HALB 7 AUFGESTANDEN!" und einer Stunde später, hatten sich dann alle aus dem Staub gemacht und ich konnte noch ein bisschen Schlaf nachholen.
Ansonsten wird heute Hamburger Wetter á la carte serviert und so bin ich in meinem Zimmer eingesperrt, futtere Nudeln und warte drauf, dass sich die Wolken verziehen.
Ich freue mich schon sehr auf Donnerstag, dann werde ich endlich meine neuen Mitschüler kennen lernen und mal wieder eine Gespräch führen, dass länger als zwei Sätze ist.
Liebe Grüße aus Hamburg,
Katrin



Sonntag, 7. August 2011

Hamburg: Klappe, die erste.

Hallo liebe Leute,

Willkommen zum meinen Blog aus der Weltstadt Hamburg. Hier wird's bestimmt chaotisch zu gehen, aber genauso wird wohl auch meine erste Zeit hier sein.
Kommt also rein und macht es euch bequem, let the games begin.

Nach einer ewigen Fahrt mit gefühlten fünf Stunden Stau, kam ich also gestern Nachmittag endlich im beschaulichen Wandsbek an, mein neues zu Hause.
Nachdem die Koffer, Kisten, das Fahrrad, die Gitarre und Fressalien ausgepackt waren, schmiss ich nach einer Runde Eis meine Eltern raus und kam in Hamburg an.
In 13m² kann man so einiges unterbringen, deshalb verbrachte ich den ersten Abend mit dem Einrichten meiner eigenen vier Wände und feierte den Einzug mit einem Batzen Nudeln.

Sonntag sollte ganz im Zeichen der Entdeckung stehen, also packte ich nach dem Frühstück ganz Touri-mäßig meinen Neustädtlerplan und die Regenjacke ein, um mit dem Rad mal die Gegend zu begutachten.
Aber halt! Das wäre ja zu einfach gewesen. Mein Fahrradschloss entschied kurzerhand zu streiken und ließ sich leider auch nicht mit Mamas Tipp "Versuch's mal mit Butter!" öffnen. Nebenbei fiel gleich noch das Rücklicht ab, aber hey, Fahren ging ja eh nicht.
Dann also zu Fuß.
Auf dem Weg zum viel versprechenden Moor fielen mir direkt ein paar Sachen auf. Als Landei kamen mir zwar schon die Hausnummern bis 200 komisch vor, aber es scheint zum guten Ton zu gehören, die Hausnummer mindestens dreimal irgendwo auf dem Grundstück zu präsentieren. Die Nummer 160 konnte man gleich viermal im Vorgarten finden, das ist wohl ne ziemlich coole Nummer.
Und noch was, ich muss euch enttäuschen, die Leute sagen nicht Moin. Sie sagen Hallo oder einfach gar nichts.
Auf dem Dorf wird man praktisch verstoßen, wenn man nicht jeden grüßt, hier muss ich mir das verkneifen.

Ziemlich schnell fand ich dann das Jenfelder Moor, wo man sich schön hinsetzten und mal kurz Pause machen kann; oooder, man beobachtet einen extrem aktiven Opa beim Sport. Ich sage nur, Springseil-Action!

Dann sollte es eigentlich schon wieder nach Hause gehen, eigentlich. Aber wie sollte es auch anders sein,  ich verlief mich total und wurde komischerweise trotzdem nach Wegbeschreibungen gefragt (Fehlanzeige). Bei meinem Umweg stolperte ich über Aldi, landete fast in einem Zirkuszelt und weiß jetzt auch wo die nächste Bar, der Puff und die Suchtberatung ist.
Ich glaub damit kann ich den ersten Tag ziemlich erfolgreich abhaken, mal gucken was noch so passiert.


Kommt mal wieder vorbei und lest alles über meinen Start in Hamburg.
Liebe Grüße, Katrin