Ich glaube, das mit der Regelmäßigkeit kann ich mir an den Hut stecken. Für so ein commitment bin ich einfach noch nicht ready :DDer erste Monat des Jahres ist geschafft und viel ist passiert.
Zum einen mussten alle Tanzklassen ihre Eigenchoreos zeigen und innerhalb einer Woche und vier Unterrichtsstunden, so gut wie möglich verbessern und entwickeln. Ne ziemlich coole Sache, wenn man es sich überlegt. Nur schade, dass man nicht alle Choreos von allen Mitschülern sehen kann. Dafür haben es aber ein paar Leute auf die Präse geschafft und so können wir sie uns bald im Opernloft anschauen.
Für unseren Schauspielkurs ging es in eine neue Runde der Monologe, wobei die Entwicklung nicht zu verleugnen war. Alle haben sich über das letzte Semester so verbessert; unsere Dozentin war sehr zufrieden.
So zufrieden, dass wir spiel durften, und zwar richtig. Ein ziemlich geniales Spiel, hat sich in den letzten Wochen in unserem Kurs etabliert, welches auch nicht selten zu blauen Flecken oder aufgeblatzten Lippen führt:
Das Mörderspiel!!!!!!!!!!!!
Kompliziert ist es nicht, aber extrem witzig, voller Spannung und es fordert die Konzentrationsfähigkeiten heraus. (Bald auch im Spielwarenhandel in Ihrer Nähe)
Dabei gibt es einen Mörder, viele Opfer und alle sind blind. Es tapsen also alle, so lautlos wie möglich, im Raum herum und versuchen sich vor dem Mörder zu verstecken, denn er kann dich nur mit einem Händedruck töten.Wenn man verbündete findet, kann man sich in einen Kreis retten, doch von irgendwo kommt immer ein Geschrei. Und das meine ich ernst, denn als waschechte Dramaqueens, sterben wir sehr geräuschvoll.
Und so bekommt man manchmal schon etwas Schiss, wenn man die Kampfgeräusche und das qualvolle Ableben eines Kameraden mitanhört.....Ok, es ist aber auch einfach verdammt witzig :D
So kommt es also, dass ich an einem Tag, vier mal in Schauspiel gestorben bin, danach noch auf ein enttäuschendes Blinddate geschickt wurde und alles nur, um abends in Musiktheorie nichts auf die Reihe zu bekommen.
Wir haben auf jeden Fall wieder ne Menge Spaß. Quälen uns mit dem neuen Jazztraining rum, üben Bohemian Rapsody in Repertoire, lernen Texte für Zweierszenen und lassen uns in Sprechtechnik demütigen.
Ach nein, das letzte passiert immer nur mir. Neulich hab ich eine Passage aus "Stolz und Vorurteil" vorgelesen, da sagt Vera zu mir: "Katrin, geh mal auf alle Viere.", und damit ging das Drama los.
Ich werde hier jetzt nicht ausführlich beschreiben, was ich genau machen musste. Mein letztes Körnchen Anstand möchte ich mir bewaren, zum Zugucken war es bestimmt lustig---ich hatte zwischendurch auch eine Lachattacke.
Aber natürlich kommt auch der Spaß außerhalb der Schule nicht zu kurz. Da geht man auf die Schanze, trinkt im Nebenzimmer, macht mal einen Weinabend hier, eine Einweihungsparty da. Natürlich mussten dann auch mal unsere Freunde, die Bullen, vorbei schauen. Die Hamburger sind ja solche Schnösel.
Jetzt gibt es mal wieder eine Woche frei, weil der 2+3Jahrgang Beo's hat und ich habe mir passender Weise einen Schnupfen eingefangen. Bei diesen arktischen Verhältnissen kein Wunder, der Frühling kommt wohl doch erst später.
Ich hoffe euch gehts gut, zieht euch warm an!
Alles Liebe,
Katrin
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